Die Geschichte des ADAC Westfalen

Alles für die Mobilität!

Hohensyburg Rennen ADAC Westfalen
Hohensyburg Rennen
Sie hatten ein Ziel: dem Motorrad helfen! Es bekannter und beliebter machen. Am 21. August 1904 trafen sich 30 Herren in Bielefeld, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Und so gründeten sie unter Führung des Journalisten G. Riefenstahl, den „Gau V Westfalen und beide Lippe“ in der „Deutschen Motorradfahrer Vereinigung“ (DMV; der Vorläufer des ADAC). Daraus wurde später der Gau Westfalen- West und dann der Regionalclub ADAC Westfalen. Schon bald ging das Engagement weit über Motorräder hinaus. Vor allem der Motorsport wurde schnell ein starkes Zugpferd des neuen Clubs.

Gelb ist die Hoffnung!

ADAC Strassenwacht hilft Frau
ADAC Strassenwacht hilft weiter.
Sie sind seit ihrer Erfindung im Jahr 1928 DAS Symbol für den ADAC und für die schnelle Hilfe auf der Straße: die Gelben Engel. Egal ob mit dem Motorrad, dem Käfer, dem Kastenwagen oder in welchem Wagen auch immer. Seit über 80 Jahren ist die Straßenwacht das Aushängeschild und der bekannteste Service den der ADAC auch hier in Westfalen zu bieten hat.

Mit Vollgas... in die Dunkelheit!

Hohensyburg Rennen ADAC Westfalen
Rennen, Rallyes, Ausfahrten, ... alles was auf Straßen und Rennpisten schnell unterwegs sein möchte, findet beim ADAC Westfalen eine Heimat. Das war allerdings nicht immer so. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 nennen die ihn in “DDAC” (Der Deutsche Automobilclub) um, gliedern auch die anderen Automobilclubs ein und installieren ein ihnen genehmes Präsidium. Der Motorsport aber wird ausgegliedert und vom Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps (NSKK) verantwortet. Damit kontrollieren die Nationalsozialen den überaus populären Motorsport und nutzen gerade den Spitzensport für ihre Propaganda. Erst nach dem 2. Weltkrieg kann der ADAC sich neu gründen und muss bei null anfangen.

Anschnallen und los gehts!

Sicherheitsgurt Frau Verkehrssicherheit
Schwerpunkt in den 60er-Jahren ist die Verkehrssicherheit. So wird der ADAC Sicherheitspreis ins Leben gerufen, der Dreipunkt-Sicherheitsgurt gefördert und der vom ADAC-Ärztekollegium zusammengestellte Verbandskasten zur Norm erklärt. 1968 startet der ADAC Westfalen-West die Aktion „Nummer Sicher“, mit der der Regionalclub für den nachträglichen Einbau von Sicherheitsgurten wirbt. Der ADAC argumentiert mit drastischen Zahlen: von den über 10.000 Verkehrstoten, die damals jährlich zu beklagen sind, könnten viele noch am Leben sein, wenn sie einen Sicherheitsgurt benutzt hätten. Zum 1. Januar 1976 wird der Gurt zur Pflicht! Gut so!

Den Abflug machen!

ADAC Hubschrauber Katastrophenschutz
Ein Thema beherrscht in den 70er-Jahren die Arbeit des ADAC wie kein anderes – die Luftrettung. Auch hier leistet der ADAC wieder einmal Pionierarbeit. Nach einigen Testläufen startet 1970 in München der erste ADAC eigene Rettungshubschrauber und rasch folgen ihm weitere nach, da der Bedarf nach schneller und effektiver Rettung aus der Luft riesig ist. 1975 erreicht die Luftrettung auch Westfalen. Vor zahlreichen Ehrengästen absolviert „Christoph 8“ auf dem neuangelegten Landeplatz am Marienhospital in Lünen seinen ersten Start. Allein im ersten Jahr kommt es zu rund 600 Einsätzen. In den Folgejahren werden noch Hubschrauber in Rheine, Münster und Siegen stationiert. Seit 2011 hat die Luftrettung am Kamener Kreuz sogar ein eigenes Denkmal.

Hohe Kunst auf zwei Rädern!

ADAC Westfalen Supercross Hallencross
Sie fliegen mittlerweile seit 1983 durch Dortmund. Die Motorräder beim ADAC Supercross. Als dieses mittlerweile alljährliche Highlight der Zweiradszene 1983 an den Start geht, heißt es noch Hallen Moto-Cross. Dass es ein so grandioser Erfolg wird, dass es mittlerweile 36 Jahre hintereinander stattfinden konnte, hätte damals wohl niemand gedacht. Heute ist das Supercross eine Show der Superlative mit Laser- und Pyroshow. Und mittlerweile mit deutlich weniger Schnauzbärten, als noch 1983. Nicht nur Motorräder fliegen nun mal, sondern auch die Zeit...

Prüf Dich!

Prüfzentrum Dortsfeld ADAC Westfalen
Wie fit ist das geliebte Auto denn? Ist das Licht noch ok? Soll ich diesen Gebrauchten wirklich kaufen? Solche und viele weitere Fragen beantwortet der ADAC seit jeher in seinen Prüfzentren. Früher wurde dafür auf öffentlichen Plätzen ein Zelt mit mobiler Hebebühne aufgebaut. Heute prüft der ADAC Westfalen in Dortmund, Gelsenkkirchen, Münster und Siegen. Aber, wenn es nötig ist, dann kommt der ADAC natürlich immer noch zu seinen Mitgliedern hin. Zum Beispiel mit der mobilen Wohnmobilwaage. Bei den Wiegeaktionen können Camper immer auf Nummer sicher gehen, dass sie ihr mobiles Heim nicht überladen haben.

Hinfallen- aufstehen!

Prüfzentrum Dortmund
Viel schlimmer kann man nicht auf die Nase fallen und das auch noch völlig zurecht. Der ADAC verspielt mit dem Skandal um den Automobilpreis „Gelber Engel“ das Vertrauen seiner Mitglieder. Doch aus der Krise wächst eine Chance. Eine Chance auf Veränderung und echte Reformen im ADAC. Bei der Hauptversammlung 2016 in Lübeck wird das sogenannte „Dreisäulen-Modell“ mit großer Mehrheit beschlossen. Demzufolge besteht der ADAC zukünftig aus dem ADAC e.V., der ADAC S.E. und der ADAC Stiftung. Dieses Modell garantiert, dass der ADAC nicht allein von wirtschaftlichen Interessen angetrieben wird, sondern seiner Verantwortung als Verein nachkommt.  Auch der ADAC Westfalen positioniert sich für die Zukunft. Die Organisationsstruktur in der Dortmunder Verwaltung wurde Anfang 2018 komplett neu aufgestellt.  Im Juni 2018 konnte der ADAC Westfalen die 1,4 Mio. Mitglieder Schallmauer durchbrechen und eine brandneue, topmoderne und digitale Geschäftsstelle in Meschede eröffnen. Digitalisierung, Modernisierung und Dienstleistung sind die Themen mit denen der ADAC Westfalen sich zukunftsfit macht. Mit einem Ziel: dem Mitglied alles bieten, was es braucht!

Neugier genügt!

ADAC Strassenwacht VW Käfer
Wer die Geschichte des ADAC Westfalen noch detaillierter nachlesen möchte, der findet eine noch ausführlichere Historie des Regionalclubs auf adac-clubleben.de!