Kinder fragen Kinderfragen

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Kinder fragen, wir vom ADAC Hessen-Thüringen antworten.

1. Warum kann der Hubschrauber auch nachts fliegen?

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Überwiegend sind die ADAC Rettungshubschrauber von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit, denn in der Dämmerung oder Dunkelheit kann das menschliche Auge vieles nicht mehr richtig erkennen und ein Flug wäre zu gefährlich. Es gibt aber ein besonderes Hilfsmittel für Piloten, damit sie bei wenig Licht besser sehen können: Sie tragen spezielle Nachtsichtbrillen, die zum Night-Vision-Imaging-System, kurz NVIS, gehören. Damit können sie zum Beispiel bei einer Landung auf unbeleuchteter Straße alle Hindernisse, wie auf dem Bild oben zu sehen, erkennen und sicher aufsetzen. Außerdem fliegt nachts ein zusätzlicher Pilot mit, der ebenfalls eine solche Spezialbrille trägt.

2. Warum hat der Hubschrauber kein Blaulicht?

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Der Rettungshubschrauber hat statt Blaulicht eine einzigartige Farbgebung und fällt deshalb besonders am Himmel auf: die ADAC Hubschrauber mit ihrer gelben Farbe, andere Rettungshubschrauber sind rot-weiß oder olivgrün mit orangener Tür und immer ist die große Aufschrift “Notarzt” deutlich sichtbar.

In jedem Cockpit gibt es ein kleines Gerät, hier kann der Pilot Zahlenkombinationen eintippen: z.B. 0020 heißt “Hubschrauberrettungsflug”. Dies ist dann für alle anderen im Luftraum auf ihren eigenen Kontrollgeräten sichtbar.

Und wie der Rettungswagen auf den Straßen auch mal über eine rote Ampel fahren darf, hat natürlich auch der Rettungshubschrauber in der Luft Sonderrechte: Er darf zum Beispiel tiefer als die Sicherheitsmindestflughöhe fliegen und wird im Einsatz bei der Belegung von Flugrouten bevorzugt.

Wer mehr über die ADAC Rettungshubschrauber wissen möchte, findet viele Infos bei der ADAC Luftrettung.

3. Warum löst der Airbag nicht aus, wenn man auf die Hupe haut?

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Der Airbag hilft, schwere Verletzungen zu vermeiden. Er löst nur aus, wenn er von außen eine Meldung bekommt. Das funktioniert so: Rund um das Auto sind viele kleine Sensoren (Crashsensoren) verbaut, die “Fühler” vom Auto. Wenn dort ein heftiger Schmerz ankommt, zum Beispiel durch einen Aufprall, leiten diese Fühler ein Signal weiter, dass die Insassen im Auto ganz schnell geschützt werden müssen - und die Airbags im Auto werden ausgelöst. Das geht alles ganz schnell, damit der Airbag schon geöffnet ist, bevor sich der Fahrer oder Beifahrer an einem Autoteil wehtun können.

4. Warum muss der Anschnallgurt immer so fest gezogen werden?

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Der Gurt ist Lebensretter. Richtig angelegt, führt er eng über Schulter und Hüftknochen beim Erwachsenen bzw. Oberschenkel bei Kindern und bietet so besten Halt im Sitz. Bei einem Unfall hält uns der Anschnallgurt im Sitz und verhindert, dass sich der Körper oder Kopf an Autoteilen anstößt und wir uns verletzen. Wenn der Gurt zu locker sitzt, können Körperteile gequetscht werden, was zu schweren Verletzungen im Bauch führen kann.

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5. Warum ist die Ampel grün, gelb, rot?

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Zunächst hatte die Ampel nur zwei Farben: Rot, eine Warnfarbe, die überall, auch in der Natur zu finden ist, bedeutet “Stopp” und grün “Freie Fahrt”. Die erste Ampel mit zwei Farben wurde 1869, also vor 153 Jahren, in London in Betrieb genommen. Die gelbe Leuchte, als Übergang zwischen der Grün- und Rotphase kam erst später dazu. Übrigens: Die ersten Ampeln wurden von einem Polizisten per Hand bedient.

Sollte eine Ampel mal ausfallen, regeln auch heute wieder Polizisten mit Handzeichen den Verkehr. Rechte und Regeln an der Ampel in der Übersicht

6. Warum sind die roten Bremslichter nur hinten am Auto?

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In der Straßenverkehrsordnung steht, dass Bremsleuchten mit einem oder zwei roten Lichtern nach hinten leuchten müssen. Beim Bremsen warnen sie die Autos hinter sich.
Fußgänger können jedoch oft schwer einschätzen, wie schnell ein Auto sich nähert: Bremst es ab und wird langsamer oder wird es möglicherweise schneller? Manchmal winkt ein Autofahrer dem Fußgänger mit der Hand, dass er gehen darf. Doch das nützt oft nichts, da die Scheiben spiegeln und von außen die Signale nicht richtig zu erkennen sind.
Deshalb ist besonders wichtig: Stehen - sehen - gehen. Warten bis das Auto steht, Blickkontakt mit dem Fahrer suchen, dann erst über die Straße gehen.

Die ADAC Verkehrssicherheitsprogramme ADACUS und Achtung Auto

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