Ablenkung vermeiden

Sie müssen während einer Autofahrt telefonisch erreichbar sein, selbst ab und zu telefonieren oder wichtige Infos von Ihrem Smartphone abrufen. Vielen Autofahrern ist jedoch nicht bewusst, dass mit der Informationsflut auch das Unfallrisiko steigt. Daher appelliert der ADAC an alle Kraftfahrer, Ablenkungen im Auto zu vermeiden bzw. so weit wie möglich zu reduzieren. 

 

Telefonieren im Auto

Fakt ist, dass das Telefonieren im Auto seit 2001 verboten ist – es sei denn, Sie benutzen eine Freisprechanlage. Diese macht das Telefonieren am Steuer zwar nicht gefahrlos, aber weniger riskant.

ADAC Tipps:
Schauen Sie beim Kauf einer Freisprecheinrichtung nicht nur auf den Preis! 

Folgende Mindestausstattung sollte vorhanden sein:

  • Prüfzeichen CE und e1 (elektromagnetische Verträglichkeit)
  • externer Antennenanschluss
  • stabile Handyhalterung
  • Vollduplex-Funktion (beide Gesprächspartner können gleichzeitig sprechen)
  • automatische Rufannahme und Radiostummschaltung
  • Timer für die Abschaltautomatik
  • Akkuladefunktion mit Überladeschutz
  • Umrüstbarkeit auf andere Handytypen
  • optional: Spracheingabe

Achten Sie beim Einbau - am besten durch einen Fachbetrieb - auf folgende Punkte:

  • Alle Bedienteile in Reichweite und im Sichtfeld des Fahrers
  • Sämtliche Komponenten außerhalb des Airbagwirkungsbereichs
  • Anlage stabil befestigt
  • Alle Einzelteile angeschraubt
  • Außenantenne sorgt für optimalen Empfang

Weitere Informationen ADAC-Tipps zum Telefonieren im Auto (PDF FEHLT)

Apps & Co.

Smartphones bieten jede Menge Infos aus dem Internet und eine Vielzahl von Zusatzprogrammen, sogenannten Applikationen (Apps). Karten- und Navigationsdienste z.B. unterstützen Ihre Fahrt, dürfen aber nur bei Fahrzeugstillstand oder über eine Sprachschnittstelle bedient werden.

Apps, die keinen direkten Bezug zu Ihren Fahraufgaben haben oder Ihr Auto in ein rollendes Büro verwandeln, bergen jedoch ein großes Risiko.

ADAC Tipps:
Für alle Handy-Applikationen gilt, dass ihre Benutzerschnittstelle bestimmten Mindestanforderungen genügen muss.

Zentrale Kriterien sind u.a.:

  • Der Gebrauch sämtlicher Geräte, die eine Blickzuwendung des Fahrers voraussetzen, muss während der Fahrt auf ein Mindestmaß reduziert werden.
  • Der Einbauort der Geräte muss so gewählt werden, dass die Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen in horizontaler und vertikaler Richtung möglichst gering bleibt.

Idealerweise kann eine Applikation den Zeitpunkt und die Menge der Information, die sie dem Fahrer anbietet, in Abhängigkeit von der aktuellen Belastung durch die Fahraufgabe so anpassen (Workloadmanager), dass eine Überforderung ausgeschlossen wird.

Reise & Freizeit