Mit dem Auto durch die Jahreszeiten

Verschneite Schilder und Scheiben: Das gilt

Wenn im Winter Autos und Schilder unter einer Schneehaube verdeckt sind, sieht das zwar schön aus, liefert aber keine Entschuldigung für verkehrswidriges Verhalten. Wir sagen Ihnen, auf was Sie achten müssen.

Verschneite Scheiben - kein Blindflug im Winter
Winteridylle – was gilt bei verschneiten Schildern oder vereisten Autoscheiben? 

Darf man den Motor warmlaufen lassen? Riskiert man ein Knöllchen, wenn eine Politesse den Anwohnerparklizenzausweis hinter der zugeschneiten Scheibe nicht lesen kann? Was gilt bei zugeschneiten Verkehrsschildern? Wir sagen Ihnen, wie Sie sich richtig verhalten.

Verschneite Schilder 

Sind Verkehrsschilder nicht mehr lesbar, weil sie mit Schnee bedeckt sind, so müssen Anwohner und Ortskundige die Anordnung der verschneiten Schilder trotzdem befolgen. Fahren jedoch Ortsunkundige an verschneiten Schildern vorbei, gibt es vom Gesetzgeber Pardon. Denn niemand muss den Schnee eigenhändig entfernen, um das Schild unter der Schneehaube lesen zu können.  

Wichtig: Schilder, die allein an der Form erkennbar sind (z.B. Vorfahrt achten, Stopp), müssen immer beachtet werden.

Vereiste Scheiben

Gute Sicht muss einfach sein. Wer sein Auto – aus Bequemlichkeit oder weil der Eiskratzer gerade nicht zur Hand ist – nur mit einem kleinen Guckloch in der zugeschneiten oder vereisten Frontscheibe in Gang setzt, kann mit Verwarnungsgeld belangt werden.

Schlimmer noch, denn bei einem Unfall droht Mithaftung. Übrigens müssen auch Blinker, Rücklichter und Scheinwerfer vor Fahrtantritt von Schnee oder Schmutz befreit werden. Auch die Schneehaube vom Autodach wegwischen! Sie könnte sonst beim Bremsen plötzlich auf die Windschutzscheibe rutschen und dem Fahrer die Sicht nehmen.

Parkausweis zugeschneit

Riskiert man ein Knöllchen, wenn eine Politesse einen Anwohnerparkausweis wegen zugeschneiter Scheiben nicht lesen kann?

Nein. Nach der StVO muss der Fahrer die Lizenz im Fahrzeug so anbringen oder auslegen, dass sie von außen gut sichtbar ist. Am besten hinter der Frontscheibe. Hat er das getan, dann ist er seiner Pflicht nachgekommen - auch bei Schneefall.

Motor warmlaufen lassen

Eine nicht auszurottende Unsitte: In der kalten Jahreszeit wird der Wagen gestartet, und während der Besitzer das Garagentor schließt oder die Scheiben abkratzt, läuft der Motor minutenlang im Stand. Das macht unnötigen Lärm, schadet der Umwelt und bringt nicht viel! Der Wagen wird dadurch nicht schneller warm, die Heizung kommt nicht flotter auf Touren und die Scheiben tauen nicht früher ab.

Wichtig zu wissen: Das Warmlaufenlassen des Motors ist gesetzlich verboten. Wenn ein genervter Nachbar den Störenfried anzeigt, droht ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. 

Lesen Sie im ADAC Blog, wieso das Warmlaufenlassen nicht nur verboten, sondern sogar schädlich für den Motor ist.