Mit dem Auto durch die Jahreszeiten

Autofahren an Halloween

26.10.2017

In den nächsten Tagen werden auch viele Erwachsene Halloween-Partys feiern, witzige und gruslige Verkleidungen sind angesagt. Unsere Clubjuristen erklären, wann der neue Brauch im Straßenverkehr zum Problem werden kann.

Halloween - darauf sollten Autofahrer achten
Süßes oder Saures – sperrige Kostüme und Masken erst nach der Fahrt anziehen.

Halloween ist nicht nur ein Fest für Kinder. Viele Erwachsene haben Spaß daran, die Halloweennacht als Hexe, Zombie oder Skelett verkleidet zu verbringen. Ausladende Kostüme oder Gruselmasken sollten aber erst nach der Fahrt angezogen werden, da ansonsten nicht nur Bußgelder drohen können. Wir erklären, wie Sie Verkleidungsspaß unbeschwert mitfeiern können.

Mit Kürbismaske hinters Steuer? 

Durch die Kostümierung darf generell die Sicherheit beim Autofahren nicht gefährdet werden. Gerade die Sicht, das Gehör und die Bedienung des Fahrzeugs dürfen in keinem Fall durch die Maskerade beeinträchtigt sein. 

Neues Bußgeld

Seit 19.10.2017 ist es verboten, das Gesicht während der Fahrt zu verhüllen. Das Verbot dient in erster Linie der Erkennbarkeit des Fahrers und umfasst auch Masken zu Fasching oder Halloween. Ein Autofahrer mit Kürbismaske auf dem Kopf riskiert nach der neuen Regelung ein Bußgeld von 60 Euro.

Nicht verboten sind Kopfbedeckungen, die das Gesicht weitgehend freilassen und Gesichtsbemalung oder Schminke.

Kann ein Autofahrer auf Grund seiner Maskierung bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit im Nachhinein nicht festgestellt werden, muss das Verfahren gegen den Fahrer zwar eingestellt werden. Der Halter des Fahrzeuges muss aber mit der Anordnung eines Fahrtenbuches rechnen.

Unfall wegen Monsterfüßen

Kommt es auf Grund der Maskierung oder Monsterfüßen auf dem Bremspedal zu einem Unfall oder wird jemand verletzt, so sind die Konsequenzen schwerwiegender. Dann kann es sogar zu einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung kommen. Wegen grober Fahrlässigkeit droht zudem ggf. die vollständige oder teilweise Leistungsfreiheit der eigenen Kaskoversicherung.

Gruseln ja, Alkohol am Steuer nein! 

Die Strafen für Trunkenheit beim Autofahren sind hoch. Schon 0,5 Promille Blutalkohol am Steuer können weitreichende Folgen haben: 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat. Bereits bei 0,3 Promille und auffälligem Fahren müssen Autofahrer den Führerschein für sechs Monate abgeben. Außerdem droht eine empfindliche Geldstrafe. Als absolut fahruntüchtig gilt ein Autofahrer mit 1,1 Promille. Wer damit erwischt wird, ist seinen Führerschein für mindestens ein halbes Jahr los. Hinzu kommt eine erhebliche Geldstrafe.

Unser Tipp! 

Wer mit Kostüm und Alkohol feiern will, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umsteigen. Bitte beachten Sie am "Tag danach", dass pro Stunde im Schnitt nur 0,1 Promille Alkohol im Blut abgebaut werden. Im Zweifelsfall sollten „Spätheimkehrer" mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren.