Führerschein-Erwerb

Die Führerschein-Prüfung

Zur Führerschein-Prüfung gehören ein theoretischer und einer praktischer Teil

Die Führerschein-Prüfung besteht in der Regel aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Der Bewerber erfährt jeweils im Anschluss an den jeweiligen Prüfungsteil unter Angabe der wesentlichen Fehler, ob die Prüfung bestanden wurde.

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Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Allgemein

    • Ordentlicher Wohnsitz im Inland
    • Erforderliche Mindestalter
    • Beherrschung der Grundlagen zur Versorgung Unfallverletzter im Straßenverkehr (Erste-Hilfe-Kurs)
    • Keine in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erteilte Fahrerlaubnis dieser Klasse
    • Vollständiger Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis bei der örtlich zuständigen Behörde

Theoretische Führerschein-Prüfung

    • Frühestens 3 Monate vor dem Erreichen des Mindestalters der jeweiligen Führerscheinklasse
    • Aushändigung einer vom Fahrlehrer ausgestellten Ausbildungsbescheinigung (Bestätigung über Teilnahme am theoretischen Unterricht, nicht älter als 2 Jahre ab Ausstellungsdatum)

Praktische Führerschein-Prüfung


    • Frühestens 1 Monat vor dem Erreichen des Mindestalters der jeweiligen Führerscheinklasse
    • Erst nach Bestehen der theoretischen Prüfung
    • Aushändigung einer Ausbildungsbescheinigung an den Prüfer (Bescheinigung enthält u. a. die Stundenzahl der vorgeschriebenen und durchgeführten Ausbildungsfahrten)
    • Prüfung findet am Ort der Hauptwohnung bzw. der Ausbildungs- oder Arbeitsstelle statt. Ausnahmen nur in begründeten Einzelfällen.
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Ablauf der Führerschein-Prüfung

Theorie-Prüfung

Die Theorie-Prüfung wird am PC unter Aufsicht eines TÜV- oder Dekra-Gutachters als Multiple Choice Test durchgeführt. Der Test wird nach Fehlerpunkten bewertet. Ab einer bestimmten Anzahl an Fehlerpunkten gilt die Prüfung als nicht bestanden. Der Prüfling muss zwei Wochen warten, um den Test anschließend zu wiederholen. In diesem Fall muss die Prüfungsgebühr erneut bezahlt werden.

Praktische Prüfung


    • Prüfungsteilnehmer: Prüfling, Fahrlehrer und Prüfer
    • Vom Prüfer vorgegebene Strecke
    • Innerhalb von 12 Monaten nach bestandener Theorie-Prüfung (Theorie-Prüfung verliert sonst ihre Gültigkeit)
    • Nicht Bestehen: nach ca. 2 Wochen erneuter Versuch möglich
    • Zusätzliche Prüfungsgebühr bei Wiederholen der praktischen Prüfung erforderlich
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Dauer der praktischen Prüfung

Führerscheinklassen
Optionale Zwischenzeile
45
60
40
40 
70 
75 
 keine praktische Prüfung
Führerscheinklassen Prüfungsdauer in Minuten
B, BE, B17, A1, AM
45
A, A2, T
60
A (Aufstieg)
40
A2 (Aufstieg)  40 
DE, D1E  70 
C, CE, C1, C1E, D, D1  75 
B96, Mofa, L   keine praktische Prüfung
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Prüfungsangst

Haben Sie Prüfungsangst, empfinden Sie vor und während der Prüfung das Gefühl von Sorge und Angst, den Anforderungen nicht zu genügen oder dich zu blamieren. Das kann in einer Prüfung, z.B. beim Führerschein, dazu führen, dass Sie schlechter abschneiden. 

Hier sind Tipps und Infos zum Thema Prüfungsangst. Sie sollen Ihnen helfen, die Prüfungssituation gelassener zu bewältigen, um die Führerscheinprüfung zu bestehen.

Warum ist man nervös?

Das Gefühl der Nervosität ist die erlebte physiologische Reaktion des Körpers auf ein bevorstehendes aufregendes Ereignis. Folglich empfinden Sie vor und während einer Prüfungssituation verstärkte Anspannung. Herzklopfen und kalter Schweiß sind die am häufigsten zu beobachtenden Anzeichen von Nervosität. Unsere Vorfahren haben diese Art der Anspannung benötigt, denn die vom Körper ausgelöste Reaktion stellt zusätzliche Leistungsreserven zur Verfügung, die bei einem Kampf oder zur Flucht benötigt wurden.

Die Nervosität im Griff

Da es sich bei der Nervosität um eine vom Körper gesteuerte Reaktion handelt, ist es wichtig, diese als etwas Natürliches zu akzeptieren. Je besser es Ihnen gelingt, eine Prüfungssituation vorzubereiten und je häufiger Sie Prüfungssituationen erfolgreich erlebt hast, umso weniger bedrohlich wird Ihr Körper diese wahrnehmen. Vorher eingeübte Entspannungstechniken helfen Ihnen, den Puls zu reduzieren und damit auch das Gefühl der Aufregung. Oft hilft es schon, wenn Sie auf eine gleichmäßige, ruhige Atmung achten.

Richtige Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf eine Prüfung sollten Sie klare Lerntechniken nutzen. Üben Sie die Fragen strukturiert, z.B. nach Grundstoff und Fragen für die einzelnen Führerscheinklassen. Wichtig ist, rechtzeitig vor der Prüfung mit dem Lernen zu beginnen und den Stoff in kleinen Einheiten zu üben. Ohne gründliche Vorbereitung ist erfolgreiches Abschneiden in der Prüfung schwer. Da alleine Lernen eher langweilig ist und es schwer ist, sich selbst zum Lernen zu motivieren, empfiehlt es sich, Lerngruppen zu gründen. So liefern Diskussionen innerhalb der Lerngruppe neue Aspekte oder „Eselsbrücken“ und helfen, Schwieriges besser zu verstehen. 

Zusätzlichen Stress vermeiden

Achten Sie darauf, dass Sie den Prüfungstermin nicht auf einen Tag legen, der zusätzlichen Stress bedeutet. Die Prüfung entspannt angehen können Sie, wenn Sie pünktlich, in bequemer Kleidung und ausgeschlafen zur Prüfung erscheinen.