Führerschein-Erwerb

Regelungen für Erste-Hilfe-Kurse

Ohne Erste-Hilfe-Kurs kein Führerschein

Vor der Führerscheinprüfung müssen viele Unterlagen vorgelegt werden. Dazu zählt u.a. der Nachweis, einen Kurs über lebensrettende Maßnahmen besucht zu haben. 

Bisherige Regelung 

Bislang wurde dabei zwischen den Fahrerlaubnisklassen unterschieden: Wer einen Lkw- oder Bus-Führerschein machte, musste mindestens 16 Unterrichtsstunden à 45 Minuten in Erster Hilfe unterrichtet werden. Wer den Pkw- oder Motorradführerschein wollte, musste nur 8 Unterrichtsstunden in den lebensrettenden Sofortmaßnahmen unterwiesen werden.

Neuregelung 2015 

Beide Kurse wurden durch die Änderung des Straßenverkehrsgesetzes vom 02.03.2015 vereinheitlicht. Denn am Unfallort sind die Anforderungen an den Ersthelfer unabhängig davon, welche Fahrerlaubnisklasse er besitzt. Daher gibt es nur noch einen einheitlichen Erste-Hilfe-Kurs, der für alle Fahrerlaubnisklassen 9 Unterrichtseinheiten (UE) umfasst und mehr auf praktische Übungen als auf theoretisches Wissen setzt. Um diese Rechtsänderung vollständig umzusetzen traten zum 21.10.2015zusätzlich neue Vorschriften in der Fahrerlaubnis-Verordnung in Kraft.

Hinweis Ihrer Clubjuristen 

  • Sollten Sie einen Erste-Hilfe-Kurs (16 UE) bereits vor dem 1.04.2015 absolviert haben, so wird dieser weiterhin für alle Fahrerlaubnisklassen anerkannt.
  • Bescheinigungen über die Teilnahme an einer „Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ mit 8 UE gelten noch 2 Jahre nach Inkrafttreten der Änderung der Fahrerlaubnisverordnung - allerdings beschränkt auf die Pkw- und Kraftradklassen.