Aktuelles rund um den Führerschein

Spanien: Problem mit Führerschein

Verkehrsrecht in Spanien
Wie in allen EU-Mitgliedsstaaten muss die deutsche Fahrerlaubnis aufgrund EU-Rechts auch in Spanien in vollem Umfang anerkannt werden. Dies gilt vor allem für lediglich vorübergehende Aufenthalte, wie die von Touristen. Anerkennungspflichtig sind somit bei vorübergehenden Aufenthalten alle in Deutschland erteilten Führerscheinformate. So müssen neben den neueren Scheckkartenführerscheinen beispielsweise auch graue oder rosa Führerscheine akzeptiert werden.

Neuregelung für Residenten

Geändert hat sich die Rechtslage jedoch für Residenten. Als Residenten gelten EU-Bürger, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Wohnsitz) in Spanien haben, d.h. sie halten sich an mehr als 185 Tagen in Spanien auf.

Residenten unterliegen ab dem Zeitpunkt der Wohnsitzbegründung in Spanien den dort geltenden führerscheinrechtlichen Bestimmungen. Der spanische Gesetzgeber hat die von der 3.EU-Führerscheinrichtlinie eröffnete Möglichkeit genutzt, nur noch zeitlich befristete Fahrerlaubnisse anzuerkennen.
 
Alle deutschen Führerscheine, die vor dem 19.01.2013 erteilt wurden, tragen kein Ablaufdatum. Diese Dokumente sind daher umtauschpflichtig und müssen in spanische Führerscheine umgeschrieben werden. Hierbei ist eine Frist von zwei Jahren ab Begründung des Wohnsitzes in Spanien einzuhalten.