Kfz-Kennzeichen

Euro-Kennzeichen & Kennzeichengröße

Fahrzeuge mit Euro-Kennzeichen benötigen bei Fahrten innerhalb der EU kein zusätzliches D-Schild. Einige Fahrzeugbesitzer wollen außerdem lieber ein kleines Kennzeichen – doch dieser Wunsch bleibt oft unerfüllt.

Kennzeichen - wie groß darf oder muss es sein?
Wer kein Motorrad besitzt, für den gelten weiter die alten Regeln zur Kennzeichengröße!
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Euro-Kennzeichen

Wer ein Euro-Kennzeichen mit integriertem Nationalitätszeichen an seinem Fahrzeug hat, der benötigt bei Reisen innerhalb der EU kein zusätzliches D-Schild. Wer kein Euro-Kennzeichen hat, muss auch in EU-Ländern mit zusätzlichem Nationalitätszeichen fahren. Bei Verstößen drohen ansonsten nicht unerhebliche Geldbußen.

Bei Reisen außerhalb der EU ist auch ein großes "D-Schild" mit den Abmessungen 11,5 x 17,5 cm anzubringen. 

Von den Nicht-EU-Staaten akzeptieren nur Schweiz, Liechtenstein und Norwegen das kleine "D" im Euro-Kennzeichen.

Welche Städte sich hinter den Buchstabenkombinationen verbergen können Sie diesem PDF entnehmen:

Kraftfahrzeugkennzeichen (PDF-Download155,46 KB)

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Kennzeichengröße

Kleinere Nummernschilder sind bei vielen Fahrzeugbesitzern begehrt. Doch oft ist der Kampf um ein kleineres Kennzeichen bei den Zulassungsstellen erfolglos. Nur für Motorradfahrer werden die Kennzeichen auch in den Breiten 180, 200 und 220 mm bei einer Höhe von 200 mm ausgegeben. 

Zuteilung eines kleineren Nummernschildes beim Pkw

• Genügend Platz 

Wenn genügend Platz für ein Kennzeichen mit dem gesetzlichen Mindestmaß vorhanden ist, gibt es kein kleineres Kennzeichen. Die Auswertung erfolgt durch Augenschein, Vermerk in den Fahrzeugpapieren oder ein Gutachten. Ästhetische Gründe spielen dabei keine Rolle.

• Engschrift 

Ist kein Platz für ein normales Kennzeichen vorhanden, prüft die Zulassungsbehörde, ob ein Kennzeichen in sogenannter "Engschrift" das Problem löst. Wenn ja, wird ein Kennzeichen in Engschrift zugeteilt, gegebenenfalls kombiniert mit Mittelschrift. Ein Anspruch auf ein kleineres Kfz-Kennzeichen besteht dann nicht.

• Fahrzeugveränderungen 

Kommt ein Kennzeichen in Engschrift nicht in Frage, wird geprüft, ob Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen werden können, die die Anbringung eines vorschriftsmäßigen Kennzeichens ermöglichen. Diese Veränderungen dürften aber keinen unverhältnismäßig großen Aufwand erfordern. Die Veränderungen müssen jedoch technisch möglich und zulässig sein. Hierfür müssen Sie ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen vorlegen. Kostet der Umbau dann mehr als 5 % des aktuellen Wertes des Fahrzeugs (nach älterer Rechtsprechung können es auch 10 % sein), gilt der Umbau als unzumutbar.

Allerdings kommen diese Ausnahmen regelmäßig nur bei einem verkleinerten hinteren Kennzeichen bei einem mehrspurigen Kraftfahrzeug zur Anwendung. Insbesondere für Krafträder oder vordere Kfz-Kennzeichen gilt dies daher nicht.