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Schutz für den Babybauch

Natürlich dürfen werdende Mütter Auto fahren – solange sie es nicht als anstrengend oder stressig empfinden. Folgende Tipps sollten Schwangere auf jeden Fall beachten

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Angurten sei gefährlich für Schwangere. Falsch! Denn das größte Verletzungsrisiko für Frauen und ihr ungeborenes Baby besteht beim ungebremsten Aufprall des Bauches auf den Lenkradkranz. Außerdem gilt die Gurtpflicht für alle – auch für werdende Mamas!

Wichtig beim Anschnallen ist, dass der Beckengurt tief unterhalb des Bauches sitzt und der Schultergurt zwischen den Brüsten verläuft. So sind sowohl Baby als auch innere Organe der Mutter geschützt. Gurtführungssysteme und spezielle Sitzkissen (Babyzubehörhandel) können helfen, dass der Gurt nicht verrutscht.

Die Rückenlehne sollte steil gestellt und der ganze Sitz möglichst weit zurückgeschoben werden. ADAC Experten empfehlen einen Abstand von idealerweise 25 bis 30 Zentimetern zwischen Bauch und Lenkradkranz. Dann geht auch vom Airbag keine Gefahr aus. Als Beifahrerin sollten schwangere Frauen wegen des Beifahrer-Airbags ebenfalls den Sitz so weit wie möglich nach hinten stellen. 

„Prinzipiell schadet Autofahren werdenden Müttern nicht, solange sie es nicht sehr anstrengend finden oder sich gestresst fühlen“, sagt ADAC Verkehrsmedizinerin Juliane Zschorlich. „Und wenn sie sich unwohl fühlen, ihnen übel ist oder schwindelig, sollten sie sich gar nicht ans Steuer setzen.“ Vor allem in den letzten Schwangerschaftsmonaten sei von längeren Reisen generell abzuraten. „Der Körper reagiert jetzt empfindlicher auf Stresssituationen. Das bedeutet: Man wird schneller müde.“ 

Genügend Pausen einplanen 
Lassen sich längere Autofahrten nicht vermeiden, sollte etwa alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden. Am besten einen kleinen Spaziergang oder ein paar Lockerungsübungen machen, denn langes Sitzen belastet den Rücken, und die Beine können anschwellen. „Fußgelenke kreisen oder Fußspitzen heben und senken – das geht z. B. auch im Stau oder bei Rot an der Ampel“, sagt Ärztin Zschorlich. Nach Rücksprache mit dem Arzt können auch Kompressionsstrümpfe helfen. Außerdem gut: viel Wasser trinken. Bei einem Unfall, so klein er auch sein mag, oder nach einer Vollbremsung gibt es nur eins: umgehend zum Arzt und sich selbst und das Baby checken lassen.

Text: Sophia Frank, Foto: mauritius images/Westend61/Mareen Fischinger

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