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ADAC TCR Germany: Spannung vorm Finale

In der ADAC TCR Germany starten seriennahe Tourenwagen mit rund 350 PS.  Am drittletzten Rennwochenende auf dem Nürburgring baute der Brite Josh Files seine Führung aus

Seit 2016 bereichert die Tourenwagenserie TCR Germany das Rahmenprogramm des ADAC GT Masters – 14 Rennen an sieben Wochenenden. Das Feld ist bunt gemischt: seriennahe, bis zu 350 PS starke Autos von Honda, Seat, Audi, VW und Opel. Am Steuer sind insgesamt 40 Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Europa, die den Fans jeweils samstags und sonntags 30 Minuten kurzweiligen und packenden Motorsport zeigen.

 

Überholmanöver bis zum Schluss

Am Nürburgring zeigt die Serie alles, was sie ausmacht: Überholmanöver und Positionskämpfe bis in die letzte Runde, auch an der Spitze. Da schob sich Mike Halder (21) mit seinem Seat Leon kurz vor Schluss vor den Honda Civic des Briten Josh Files (26). Aber eben nur kurz. Am Ende fuhr wieder einmal Files als Erster über die Ziellinie und hat jetzt vor den finalen Rennen am Sachsenring (15.–17.9.) und Hockenheim (22.–24.9.) beste Chancen, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen.

Das Konzept der ADAC TCR Germany sorgt für maximale Chancengleichheit: Zweiliter-Turbomotoren, Frontantrieb und Einheitsreifen. Denn gewinnen sollen am Ende der beste Fahrer und das beste Team. Josh Files, der mit 26 Jahren zu den erfahrenen Piloten im Feld zählt, wird von zwei Motorsport-Größen betreut: von seinem Landsmann Andy Priaulx, dem dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister. Und vom 43-jährigen Renningenieur Albert Deuring, der mit Abt schon in der Formel E erfolgreich war. Er sorgt dafür, dass der Honda Civic optimal auf die Vorlieben und Bedürfnisse von Files eingestellt wird.

"Es kann noch alles passieren"
In den bisherigen zehn Rennen ist das Deuring und seinem Team aus Technikern, Mechanikern und Dateningenieuren gut geglückt: Am Nürburgring vergrößerte Files seinen Vorsprung auf Halder in der Gesamtwertung auf 77 Punkte. Seine Reaktion: Ein Sprung auf dem Siegerpodest, den Moment genießen, aber noch keine vorgezogene Meisterfeier. „Im Motorsport kann noch alles passieren“, so Files.

Wenn Files 2018 dann vielleicht den Titel-Hattrick anpeilt, könnte das Feld noch bunter sein. Denn weitere Hersteller haben die Entwicklung von TCR-Fahrzeugen angekündigt. „Ich freue mich sehr, dass wir dem Sport mit dieser Serie neue Impulse geben konnten“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk, „die ADAC TCR Germany hat alle Anlagen für eine weiterhin vielversprechende Entwicklung.“

Text: Christof Henn. Fotos: Gruppe C GmbH. © ADAC Motorwelt 04.09.2017.
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Unter der Motorhaube

Technische Daten des Honda Civic Type R-TCR:
Motor: 4-Zylinder 16V Turbo
Hubraum: 1998 ccm
Leistung: ca. 350 PS
Drehmoment: ca. 420 Nm
Gebtriebe: 6 Gänge, sequentiell, Wippenschaltung
Gewicht: 1285 kg