VW ID. Roomzz: Infos & Bilder zum Elektro-SUV 

17.5.2019

Der VW ID. Roomzz soll der größte Elektro-SUV der Wolfsburger werden. Ausgestattet mit 306 PS und zwei Elektromotoren kommt er auf eine Reichweite von 450 Kilometer. Erste technische Daten plus Infos zu Batterie und Komfort.

  • Der Roomzz soll Elektromobilität und autonomes Fahren bieten
  • Zwei Elektromotoren beschleunigen in 6,6 Sekunden auf Tempo 100
  • Bis zu 7 Sitze und viel leuchtendes Design

 

Auf der Messe Auto Shanghai zeigten die Wolfsburger untere anderen Neuheiten auch die Elektro-Studie ID. Roomzz. Der 4,91 Meter lange SUV soll innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den chinesischen Markt kommen – und wahrscheinlich später nach Deutschland. Er hat ähnliche Dimensionen wie der VW Touareg und die US-Version des VW Atlas.

Bulliges Design, große Reichweite

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Front VW ID Roomz Showcar  fahrend
Der VW ID Roomzz wurde für den chinesischen Markt entworfen

Groß und mächtig steht die Studie auf der Bühne. Eine fast nahtlose Karosserie mit wenigen Spalten erstreckt sich über 4,91 Meter. Der Radstand beträgt 2,96 Meter, die Höhe 1,76 Meter und die Breite 1,89 Meter. Statt zweier Außenspiegel übertragen kleine Kameras den Blick nach hinten.

In den großen Radhäusern stecken mächtige 265/35er-Reifen in 23 Zoll. Die Lackierung „Sunset Red“ ist eine Verbeugung vor China. Die Farbe gilt als Zeichen für Leben und Freude, für Wärme und Kraft. LED-Leuchtbänder, ein beleuchtetes Logo und schmale LED-Scheinwerfer dominieren die Front.

Im Innenraum glimmt ein Lichtband in den Türen. "Licht ist das neue Chrom und das Zeichen einer neuen Mobilität", sagt Klaus Bischoff, Chefdesigner von VW bei der Präsentation.

Tipp Icon

MEB: Der Modulare Elektroantriebs-Baukasten

Wie die bisher gezeigten VW-Elektrostudien steht auch der neue ID. Roomzz auf dem sogenannten Modularen Elektroantriebs-Baukasten (MEB). Die Elektromotoren leisten vorne 75 kW und hinten 150 kW, sodass sie den ID. Roomzz mit einer Systemleistung von 306 PS/225 kW in 6,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeregelt.

Im Standardfahrprogramm überträgt die Hinterachse die Kraft, permanenter Allradantrieb ist per Knopfdruck möglich. Die 82-kWh-Batterie erlaubt eine Reichweite von 450 Kilometern nach WLTP. Mit Hilfe eines Schnellladesystems mit 150 kW ist die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Entweder induktiv oder per Stecker.

VW ID. Roomzz: Futuristischer Innenraum

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Innenraum des VW ID. Roomzz
Innenraum mit nachhaltiger Ausstattung und modernem Cockpit

Die Innovation stoppt nicht bei Antrieb und Steuerung. Die Sitze bestehen aus AppleSkin, einem Kunstleder, das aus Resten der Apfelverarbeitung entsteht. 20 Prozent weniger Polyurethan sollen bei der Sitzherstellung verbraucht werden.

Statt eines Cockpits schauen die Passagiere auf eine 13,8 Zoll große Bildschirmwand mit integriertem Lenkrad. Greift der Fahrer selbst ins Lenkrad, erhält er Hinweise über das integrierte Head-up-Display mit Augmented Reality (AR) in den virtuellen Raum vor dem Fahrzeug – genau dorthin, wo der Fahrer abbiegen muss.

Künftig soll der VW aber nach Level 4 autonom fahren. Dann muss der Fahrer nur seine Hand für fünf Sekunden auf das VW-Logo im Lenkrad legen und das Lenkrad mit integriertem 5,8 Zoll großen Monitor zieht sich ins Cockpit zurück. Lidar-Scanner fahren oben aus dem Dach und der Computer übernimmt dann die Steuerung des Autos.

Bildergalerie

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Der Roomzz tritt gegen Teslas Model X an

beleuchtetes VW Logo des VW ID Roomz Showcar
Lichtdesign mit illuminiertem Logo am Heck

VW macht bei der Elektromobilität ernst. Der ID. Roomzz wird gegen Tesla Modell X und Nio ES8 antreten, beliebte Modelle in China. „China ist Vorreiter bei Elektromobilität, die Hälfte unserer Entwickler arbeiten deshalb schon für Fahrzeuge für China"; sagt Konzernchef Herbert Diess. "Wir wollen die Nummer eins der Elektromarken in China werden." Der Roomzz soll dabei "Flaggschiff" sein und mit Design, Technologie und Größe punkten.

In der Studie finden sich vier Sitzplätze, in der Serie werden es aber bis zu sieben sein. „In China sind Siebensitzer sehr beliebt, weil dort die ganze Familie inklusive der Großeltern hineinpasst“, sagt Herbert Diess.

 

Text: Fabian Hoberg. Fotos: Volkswagen AG.

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