Toyota Aygo: Der Kleinstwagen im Fahrbericht

24.1.2019

Facelift für den Toyota Aygo: Mit einer größeren Farbpalette, mehr Vernetzung und erweiterbaren Assistenzsystemen will Toyota vor allem Fahranfängern Lust auf das erste eigene Auto machen. Dazu alle technischen Daten, Bilder und Preise

Toyota Aygo fahrend von vorne
 Klein, aber oho: Der neue Toyota Aygo mit dem stilisierten "X" in der Front
  • Kleinstwagen mit vier Sitzen, drei oder fünf Türen
  • Basispreise: 9990 Euro für den Dreitürer, 10.340 Euro für den Fünftürer
  • Mehr Assistenzsysteme, gläserne Kofferraumklappe, knallige Lackpalette

 

Toyota hat seinen Kleinstwagen Aygo mächtig aufgepeppt und will damit vor allem Fahranfängern Lust auf ein erstes eigenes Auto machen. Und die finden in dem als Drei- oder Fünftürer angebotenen, 3,50 Meter kurzen Stadtauto tatsächlich einen unkomplizierten Begleiter.

Schon äußerlich setzt sich die zweite Auflage mit dem stilisierten "X" in der Front von dem sehr prosaischen Modell erster Generation ab. Die gläserne Kofferraumklappe im Heck, dazu eine ebenso breite wie knallige Lackpalette und passend bunt verzierte Felgen sorgen für zusätzlichen Pfiff.

Mittelkonsole mit Zentraldisplay

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Toyota Aygo Cockpit
Übersichtliche Inneneinrichtung, wahlweise mit Smartphone-Integration

Der Innenraum profitiert zumindest ab der zweithöchsten Ausstattungslinie ("x-play") von dem zeitgemäßen Zentraldisplay in der Mittelkonsole, die etwa im Verbund mit Armaturentafel-Covern (ab 37 Euro) die Inneneinrichtung auflockert. Wer noch eine Stufe höher ordert ("x-play connect"), erhält die Variante mit Smartphone-Integration.

Vom psychologisch verlockenden Basispreis von 9990 Euro ist man dann aber schon gut 2500 Euro entfernt. Wer fünf statt drei Türen will, muss sogar mindestens 13.000 Euro investieren. Nach oben ist die Preisliste nahezu offen. Die höchste der immerhin sieben Ausstattungslinien startet bei 15.400 Euro.

Trotz geringer Größe Platz für Vier

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Toyota Aygo stehend
Der Toyota Aygo bietet parkplatzfreundliche Maße

Die automobile Hardware ist bei allen Modellen die gleiche. Der Aygo bietet auf cityfreundlicher Grundfläche zumindest für Fahrer und Beifahrer gute Platzverhältnisse. Im Fond sind zwei weitere Insassen zugelassen, für die aber wenig Knieraum geboten wird. Und für frische Luft müssen hinten die Fenster etwas altmodisch ausgestellt werden. Herunterkurbeln lassen sie sich auch beim Fünftürer nicht.

Die beiden zusätzlichen Türen sind trotzdem empfehlenswert, weil sich die Rückbank so leichter für den Gepäcktransport nutzen lässt. Das ist praktisch, weil der Kofferraum klassentypisch sehr klein ausfällt. Ebenfalls normal für Kleinstwagen: Die Ladekante ist sowohl außen als auch innen stark ausgeprägt, schweres Gut muss daher beim Einladen zunächst weit hochgehoben und wieder abgelassen werden. Regelrecht umständlich ist die Bedienung der Kofferraumklappe, da Türknopf und Handgriff weit auseinander liegen.

Mehr Assistenzsysteme möglich

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Toyota Aygo Display
Gut vernetzt und sicher unterwegs mit zusätzlichen Assistenzsystemen   

In der kleinsten Pkw-Klasse oft vernachlässigt, gerade für Fahranfänger aber durchaus wichtig, sind die Assistenzsysteme. Viel hat Toyota nicht im Angebot, aber der Aufpreis für das "Safety Sense"-Paket fällt mit 350 Euro immerhin relativ moderat aus. Zudem ist das Helfer-Bündel selbst für das Einstiegsmodell zu haben. Enthalten sind Frontkollisionswarner, Notbremsassistent und Spurverlassenswarner. Immer an Bord der Schleuderschutz ESP und sechs Airbags.

In den höher positionierten Linien ist eine Rückfahrkamera Serie. Die kann man trotz der kurzen Karosserie gut gebrauchen, fällt das Heckfenster doch recht klein aus, die C-Säule dafür vergleichsweise breit. Dazu kommt, dass der Wendekreis des Aygo größer ist als man von außen erwarten würde – was den Stadtwagen eine Spur unhandlicher macht als nötig.

Fazit

Selbst in der Stadt wirkt der 1,0-Liter-Benziner nicht besonders spritzig, an Steigungen richtiggehend schwachbrüstig. Zum Vorankommen benötigt der kleine Motor hohe Drehzahlen, was sich in einem ebenso hohen Geräuschniveau niederschlägt.

In der Stadt kommt der Aygo mit knapp 5,5 Litern aus, bei ruhiger Fahrweise auf der Landstraße erreicht man auch mal eine vier vor dem Komma. Wer hingegen auf der Autobahn einigermaßen mithalten will, dreht neben dem Motor auch den Verbrauch hoch.

Technische Daten
(Herstellerangaben)
Toyota Aygo
Antrieb 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 53 kW/72 PS, maximales Drehmoment: 93 Nm bei 4400 U/min, Fünfgang-Schaltgetriebe
Fahrleistungen Vmax: 160 km/h, 0-100 km/h in 13,8 s
Verbrauch nach WLTP 4,1 l/100 km, CO2-Ausstoß: 93 g/km, EU6, Effizienzklasse: k.A.
Maße L 3,47 / B 1,62 / H 1,46 m; Radstand: 2,34 m
Kofferraum 186 Liter
Preis ab 9990 Euro (Fünftürer: ab 10.340 Euro)

 

Text: Holger Holzer/SP-X

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