Suzuki Vitara Facelift: Das kann der Mini-SUV

1.3.2019

Seit gut 30 Jahren gibt es den Suzuki Vitara. Die mittlerweile vierte Modellgeneration wurde nun überarbeitet. Wichtigste Änderung: ein neuer Dreizylinder-Benziner. Passt das Turbo-Aggregat zum Mini-SUV? Testfahrt, Daten, Bilder, Preise

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Mehr Chrom am Grill: aktueller Suzuki Vitara
  • Neuer Dreizylinder-Benziner mit 111 PS, keine Diesel mehr
  • Preis: ab 18.650 Euro für Version mit Frontantrieb
  • Mit nur 4,17 Metern Länge kürzer als ein VW Golf, aber mehr Platz

 

Keine 4,20 Meter lang, aber auf Wunsch mit echtem Allradantrieb: So was gibt es bei Mini-SUV nicht sehr häufig, fast alle Konkurrenten begnügen sich in dieser Klasse mit Frontantrieb. Ist billiger, spart Sprit und den Kunden scheint es meist egal zu sein.

Wer aber auf Allrad nicht verzichten möchte, weil er vielleicht in einer schneereichen Gegend lebt, und gleichzeitig für ein recht schickes SUV kein Vermögen ausgeben will, der könnte mit dem Suzuki Vitara richtig liegen. Inklusive Allrad gibt es den Japaner ab 23.550 Euro. Die Version mit Frontantrieb steht ab 18.650 Euro in der Preisliste.

Dreizylinder für bescheidene Fahrleistungen

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Die Heckleuchten des Suzuki Vitara sind ganz in rot gehalten

Der Fünftürer ist zwar schon seit vier Jahren auf dem Markt, erhielt aber nun eine Modellpflege mit diversen optischen Änderungen und einem neuen Motor. Der 1,0-Liter-Benziner mit 111 PS ist, wie in dieser Hubraumklasse heute üblich, zwar nur mit drei Zylindern bestückt, aber trotzdem ein munteres Kerlchen, das den Vitara zunächst flott vorantreibt.

Nur wenn es richtig hurtig gehen muss, kommt das Motörchen an seine Grenzen, ab 4000 Umdrehungen lässt es trotz Turbounterstützung deutlich nach und 170 Newtonmeter Drehmoment sind ja heute nicht mehr die Welt. Zudem verfügt das Getriebe nur über fünf Vorwärtsgänge und die hohen sind lang übersetzt. Das soll Sprit sparen und die CO2-Bilanz verbessern, schmälert aber den Fahrspaß und zwingt schon an kleineren Steigungen zum Zurückschalten in den dritten Gang.

Dafür kann man den Vitara auf ebenen Strecken im höchsten Gang schön laufen lassen. Das passt auch besser zu seinem eher gemütlichen Grundcharakter. Die Sitze sind bequem, die Platzverhältnisse stimmen angesichts der Gesamtlänge sogar hinten und der Kofferraum fasst zwar nur 375 Liter, schluckt aber immerhin bei Verzicht auf Fondpassagiere bis zu 1120 Liter. 

Guter Allradantrieb; kein Dieselmotor mehr

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Übersichtliches Cockpit, gute Ausstattung

Der Vitara 1.0 empfiehlt sich aber insgesamt eher als ehrlicher Kumpel für jeden Tag und nicht als Begleiter für die lange Reise. Zumal auch die Fahrdaten nicht vollends überzeugen: 12 Sekunden vergehen bis 100 km/h erreicht sind. Deutlich länger benötigt der Japaner, wenn die mit 175 km/h angegebene Höchstgeschwindigkeit erreicht werden soll.

Der bei Suzuki Allgrip genannte Allradantrieb ist dagegen ein Highlight des Fahrzeugs. Es lässt dem Fahrer die Wahl zwischen vier Modi, von "Auto" über "Sport" bis zu "Snow" und "Lock". Während "Snow" sich selbst erklärt und "Lock" nur fürs Gelände gedacht ist, dürfte "Auto" fast immer die richtige Wahl sein. Hier werden zunächst nur die Vorderräder angetrieben, erst wenn es an Grip mangelt, wird bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse weitergeleitet.

In der Einstellung "Sport" wird beim Anfahren und bei Beschleunigungen mehr Kraft an die Hinterachse geleitet. Das funktioniert alles einwandfrei, man merkt die Routine des Herstellers in Sachen Allradantrieb.

Erwähnt sei, dass es den Vitara inzwischen zwar nicht mehr mit Dieselmotor gibt, aber als zweiter Antrieb ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS im Angebot ist, der mit deutlich besserem Durchzug und besseren Spurteigenschaften überzeugt. Allerdings verkauft Suzuki diese Variante nicht in der Basisausstattung, sondern startet mit dem "Comfort". Grundpreis 22.450 Euro, mit Allradantrieb 24.750 Euro.

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Suzuki Vitara: Rundes Paket

Die Investition für den 1,4-Liter-Motor ist letztlich nur nötig, wenn man wirklich öfter auf die lange Strecke will, ansonsten reicht der kleine Ottomotor aus. Und weil die Comfort-Ausstattung bereits Klimaautomatik, 17-Zoll-Aluräder, Sitzheizung und Tempomat umfasst, muss man eigentlich nur noch 550 Euro in den Metallic-Lack investieren, dann hat man ein rundes Paket und eines der wenigen "echten" SUV dieser Klasse.

 

Technische Daten (Herstellerangaben) Suzuki Vitara 1.0 Allgrip
Motor Dreizylinder-Turbobenziner, 998 cm3, 82 kW/111 PS, 170 Nm bei 2000 U/min
Fahrleistungen 12,0 s auf 100 km/h, 175 km/h Spitze
Verbrauch 5,7 l Super/100 km, 129 g CO2/km
Maße L 4,17 / B 1,78 / H 1,60 m
Kofferraum 375 – 1120 l
Preis ab 23.550 Euro, Baureihe ab 18.650 Euro

 

 

Text: Peter Eck/SP-X. Fotos: Suzuki.

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