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Madrid | 06.11.2019

SsangYong Korando: SUV-Überraschung aus Korea

SsangYong Korando SUV rot frontal
Neuer SsangYong Korando mit gefälligem Design

Ab sofort ist der neue SsangYong Korando zu haben. Ein bislang wenig bekannter Kompakt-SUV – doch das könnte sich mit der aktuellen Generation ändern. Erste Testfahrt, Daten, Preise.

  • Interessante Alternative zu VW Tiguan und Ford Kuga
  • Grundpreis für den SsangYong Korando: 22.990 Euro
  • Ein Diesel (136 PS), ein Benziner (163 PS), Front- und Allradantrieb 


Wann haben Sie zuletzt einen SsangYong auf der Straße gesehen? Könnte länger her sein. Kein Wunder, denn die koreanische Automarke, die sich auf SUV und Pick-Ups spezialisiert hat, spielt eine Außenseiterrolle. Rund 2500 Zulassungen in Deutschland meldet die Statistik für das ganze Jahr 2018.

Das könnte sich bald ändern, denn mit dem neuen Korando hat SsangYong eine interessante Alternative zu VW Tiguan, Ford Kuga und Opel Grandland X auf die Räder gestellt.

Großer Kofferraum, gute Verarbeitung

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SsangYong Korando SUV rot heck fahraufnahme
Die schwungvolle Chromleiste lässt den Korando breit wirken

Die jetzt vorgestellte vierte Generation ist ein echter Hingucker. Optisch wirkt alles stimmig: Die klar gegliederte Front, die gestreckte Seitenlinie mit den sanft betonten Kotflügeln und das breit wirkende Heck mit der durchgehenden Chromleiste – alles sehr gefällig.

Die Dachlinie fällt nach hinten nur dezent ab, was groß gewachsene Heckpassagiere dankbar zur Kenntnis nehmen: Kopffreiheit ist genügend vorhanden.

Zudem sind die Sitze im Fond nicht zu tief angeordnet, so dass die Oberschenkel auf der ganze Fläche Halt finden. Das macht den Korando mit seinem großen Kofferraums (551 bis 1248 Liter) zu einem angenehmen Reisewagen, auch wenn mehr als zwei Personen an Bord sind.

Und die Verarbeitung? Bei Passgenauigkeit und Qualitätsanmutung der Materialien gibt es nichts zu meckern. An den gut ausgeformten Sitzen mit Seitenwangen an Sitzflächen und Lehnen verzahnen sich Komfort und Seitenhalt bei flotter Kurvenfahrt zu einer brauchbaren Einheit. 

Die besseren Fahrleistungen hat der Benziner

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SsangYong Korando SUV rot seitenansicht
Mit 4,45 Metern Länge zählt der Korando zu den Kompakt-SUV

Absolut neu im Korando ist ein 1,5-Liter-Benzinmotor aus eigener Entwicklung (früher hat sich SsangYong gern aus dem Motorenregal von Mercedes bedient): Er ergänzt das bisherige Angebot mit dem 1,6-Liter-Dieselmotor.

Der 1,5-Liter-Turbo-Benziner mobilisiert 163 PS, die den Korando flotter machen als die 136 PS der Diesel-Variante. Das maximale Drehmoment von 280 Nm (mit Automatik 260 Nm) lässt zügige Gasannahme aus dem Drehzahlkeller zu.

Bei den Getrieben kann der Kunde zwischen manueller und automatischer Schaltung – beide mit je sechs Gängen – wählen. Wir empfehlen die Automatik, die diskret für die richtigen Fahrstufen sorgt. Zwar passt beim Handschalter die Abstufung prima, allerdings trüben der lange Schaltstock mit hakelig weiten Wegen das Vergnügen, die Gänge noch selbst auszusuchen.

Gut: Unabhängig von Motor und Getriebe kann der Kunde zum Front- oder Allradantrieb greifen. Bei der Konkurrenz ist diese freie Wahl sehr oft eingeschränkt.

Für angenehmes Fahrgefühl sorgen das ausgewogen abgestimmte Fahrwerk und die elektrisch unterstützte Servolenkung. Kurven lassen sich präzise ansteuern – eine gelungene Kombination aus nicht zu teigig und nicht zu direkt. 

3 SUVs in Fahrt

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Kaufberatung SUV
 

Die Basisversion für 22.990 Euro ist gut ausgestattet

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SsangYong Korando SUV rot cockpit
Übersichtliches Cockpit mit hochwertigen Materialien

Es gibt nicht weniger als fünf Ausstattungsversionen: Crystal, Amber, Quartz, Onyx und Sapphire. Bei jeder Stufe (Preissprung meist 3000 Euro) wird einfach noch etwas draufgelegt. Wer jedoch auch in den unteren Modellvarianten die Sicherheitsmerkmale Totwinkel- und Spurwechsel-Assistent sowie den Querverkehrswarner beim Ausparken haben will, geht leer aus.

Doch schon die Basisversion für 22.990 Euro kommt mit Klimaanlage, automatischem Notbremssystem, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, Freisprechanlage und Tempomat. Eine Kampfansage im Segment der Kompakt-SUV. Das Automatikgetriebe geht mit 2200 Euro und der Allradantrieb mit 2000 Euro in die Rechnung ein. Soll unter der Haube der Diesel für Vortrieb sorgen, sind 3000 Euro Aufpreis fällig.

Ein Korando Benziner Sapphire mit Sonderlackierung, Allradantrieb, Automatik, elektrisch bedienbarer Heckklappe, elektrischem Schiebedach, 19-Zoll-Felgen und Innenausstattung grau/beige kostet dann 41.290 Euro.

Fazit: Der Korando ist es wert, dass man ihn mit den Konkurrenten vergleicht. Nach einem SsangYong-Händler muss man allerdings suchen. Es gibt hierzulande nur 180 davon – mit ein Grund, warum die Koreaner selten zu sehen ist.

Technische Daten (Herstellerangaben) SsangYong Korando 1.5 T-GDI 2WD SsangYong Korando 1.6 E-XDI 2WD
Motor Vierzylinder-Turbobenziner, 1497 cm3, 120 kW/163 PS, 280 Nm bei 1500 U/min
Vierzylinder-Turbodiesel, 1597 cm3, 100 kW/136 PS, 300 Nm bei 1500 U/min
Fahrleistungen
0-100 km/h: k.A., 191 km/h Spitze 0-100 km/h: k.A, 180 km/h Spitze
Verbrauch 6,8 l Super/100 km, 158 g CO2/km
5,0 – 5,1 l Diesel/100 km, 130 – 133 g CO2/km
Maße L 4,45 / B 1,87 / H 1,63 m
L 4,45 / B 1,87 / H 1,63 m
Kofferraum 551 – 1248 l 551 – 1248 l
Leergewicht 1500 kg 1580 kg
Preis ab 22.990 € ab 25.990 €

 

Text: Klaus Brieter/mid. Fotos: SsangYong.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de