Neuer Peugeot 208: Künftig auch elektrisch

24.6.2019

Peugeot legt den 208 neu auf: Verkaufsstart ist im Herbst 2019. Zwar bleibt Peugeot Benzin- und Diesel-Motoren treu, doch bereits von Anfang an wird es den Kleinwagen auch als Elektroauto geben. Infos, Bilder, Daten

Peugeot 208
Neuer Peugeot 208 mit gefälliger Optik
  • Der neue Peugeot 208 kommt im Herbst 2019 auf den Markt
  • Elektroantrieb mit 50-kWh-Batterie und 340 km Reichweite
  • Instrumente mit 3D-Technik, zahlreiche Assistenzsysteme
  • Preis: ab 15.490 Euro

 

205, 206, 207, 208 – und jetzt der 209? Falsch. Die Franzosen haben beschlossen, bei acht mit dem Zählen aufzuhören. Schon die Neuauflage des Flaggschiffs 508 hat ihren Namen behalten, und auch der VW-Polo-Konkurrent wird weiterhin 208 heißen. Technisch ist dagegen alles neu, und wenn der Kleinwagen im Herbst beim Händler aufschlägt, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb.

Möglich macht dies die neue Plattform CMP, die mit Benzin-, Diesel- und Elektromotoren gleichermaßen kombiniert werden kann. Dass das funktioniert, hat Citroëns feine Schwester DS bereits bewiesen. Der DS3 Crossback nutzt den gleichen Unterbau und ist ebenfalls bald in einer Elektro-Version erhältlich. An deren technischen Daten orientiert sich auch der e-208: Die Energie steckt in einer Batterie mit 50 kWh Kapazität, den Antrieb übernimmt ein E-Motor mit 100 kW/136 PS und stattlichen 260 Newtonmetern Drehmoment.

Die Elektroversion kann mit bis zu 100 kW laden

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Seitenansicht des des Peugeot 208 stehend
Den 208 gibt es ausschließlich als praktischen Fünftürer

Damit soll der kleine Stromer in 8,1 Sekunden auf Tempo 100 flitzen und im Idealfall 340 Kilometer (nach WLTP) zurücklegen können. Geladen wird der Akku in 16,5 Stunden an der Haushaltssteckdose, an einer Wallbox mit 11 kW Ladeleistung dauert es rund fünf Stunden. Gut: Wer unterwegs an einer 100-kW-Schnellladesäule stoppt, kann den Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent auffüllen.

Da die Energie im Fahrzeugboden lagert, stehen beim e-208 ebenso 270 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung wie bei den Verbrenner-Varianten. Von denen unterscheidet er sich auch optisch kaum: Nur wer genau hinschaut, entdeckt, dass der Kühlergrill hier in Wagenfarbe lackiert ist und das Löwen-Logo je nach Blickwinkel die Farbe ändert.

Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt. Dass der ein oder andere den 208 mit dem Audi A1 verwechseln könnte, dürfen die Peugeot-Designer als Kompliment verstehen. Markentypisch gestaltet sind die drei LED-Krallen als Tagfahrlicht und die schwarze Blende zwischen den ebenfalls dreiteiligen Heckleuchten. Wer mag, kann auch das Dach in Schwarz ordern und so einen Kontrast zur restlichen Karosserie schaffen.

3D-Cockpit mit guter Smartphone-Anbindung

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Cockpit des Peugeot 208
Ziemlich verschachtelt-futuristisches Cockpit mit kleinem Lenkrad

Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf. Geblieben ist das kleine, handliche Lenkrad. Das Kombiinstrument aber rutscht beim 208 etwas höher und arbeitet mit 3D-Technik: So lassen sich wichtige Hinweise optisch näher am Fahrer anzeigen, während andere Anzeigen etwas in den Hintergrund treten. Laut Peugeot soll allein durch diese Anordnung die Reaktionszeit um bis zu eine halbe Sekunde steigt.

Je nach Ausstattung hält Peugeot drei Touchscreens bereit, die sich mit fünf, sieben oder zehn Zoll Bildschirmdiagonale in der Mittelkonsole breit machen. Smartphones können im 208 per Mirrorlink, Android Auto oder Apple Carplay angeschlossen und in der optionalen, induktiven Ladeschale kabellos aufgetankt werden. Außerdem stehen bis zu vier USB-Anschlüsse bereit, davon einer nach dem neuesten USB-C-Standard.

Obwohl der 208 um sieben Zentimeter auf knapp über vier Meter gewachsen ist, geht es innen immer noch recht eng zu, vor allem auf der Rückbank. Vorn dagegen sitzen auch große Fahrer bequem, vorausgesetzt, sie schaffen es, sich um das tief angebrachte Lenkrad zu schlängeln.

Tipp Icon

Neuer Renault Clio: Konkurrenz zum Peugeot 208

Frontaufnahme des Renault Clio fahrend

Auch der neue Renault Clio kommt in neuer Form zu den Händlern. Ein Elektroantrieb ist hier nicht vorgesehen, dafür ein Hybrid-Modell.

Hier gibt es weitere Infos zum neuen Renault Clio.

Grundpreis: 15.490 Euro

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Heckansicht des des Peugeot 208 stehend
Hinter der Heckklappe verbergen sich 270 Liter Kofferraumvolumen

Sinnvolles Extra: Der Einparkassistent, der lenkt, Gas gibt und bremst – die Sicht nach hinten ist wie bei vielen dynamisch gezeichneten Autos nämlich auch im 208 ziemlich stark eingeschränkt.

Neben dem Parksystem stehen zahlreiche weitere Assistenten für den Kleinwagen bereit, vom Abstandstempomat bis zum Spurhalteassistent, von der Notbremsfunktion bis zur Verkehrsschild-Erkennung. 

Die Motorenpalette umfasst drei Benziner mit 75 (ab 15.490 Euro), 100 (ab 17.950 Euro) und 130 PS (ab 23.500 Euro), einen Diesel mit 100 PS (ab 19.850 Euro) und die 136 PS starke Elektroversion. Diese ist ab 30.450 Euro zu haben. Technisch ist der neue 208 eng mit dem Opel Corsa verwandt.

 

Text: Michael Gebhardt/SP-X. Fotos: Peugeot.

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