Zurück zur Übersicht
Köln | 16.09.2019

Nissan Juke: Erste Infos zum neuen Modell

Nissan Juke stehend
Nissan Juke 2020: Bullige Front, typische Rundscheinwerfer

Die erste Generation des Nissan Juke hat zweifelsohne stark polarisiert. Ob das bei der ab November 2019 erhältlichen, zweiten Auflage auch so sein wird? Erste Infos, Daten, Bilder zum neuen Modell.

  • Neuer Kleinwagen-SUV mit 4,21 Metern Länge
  • Vorerst nur ein Dreizylinder mit 117 PS zu haben
  • Mehr Platz als bisher und größerer Kofferraum
  • Preis: ab 18.990 Euro

Nicht jeder war gleich begeistert, als der ungewöhnlich gestaltete Nissan Juke 2010 auf den Markt kam. Aber: Er hob sich zumindest vom automobilen Einerlei ab und hatte dadurch Charakter. Im Übrigen hat er sich auch sehr gut verkauft: In Europa über eine Million mal.

Nissan Juke: Optisch wie ein SUV-Coupé

Zoom-In
Nissan Juke Seitenansicht stehend
Wirkt größer als er ist: Der neue Nissan Juke ist nur 4,21 Meter lang

Der ab November 2019 erhältliche Nachfolger dürfte nicht mehr ganz so stark anecken. Doch auch hier ist Nissan eine gewisse Eigenständigkeit gelungen – und es gibt sogar noch eine Anleihe zum Vorgänger. An der Front finden sich die großen, runden Scheinwerfer wieder, die dem Kleinwagen-SUV sein unverwechselbares Gesicht gegeben haben und nun auch wieder geben.

Das Seiten-Profil erinnert stark an den kleineren Nissan Micra, was besonders für die auffällige C-Säule mit integrierten Türgriffen gilt. Das heruntergezogene Dach wirkt wie bei einem SUV-Coupé – momentan eine ziemlich angesagte Fahrzeug-Klasse, die zum Beispiel auch Audi mit dem Q3 Sportback oder BMW mit dem X2 bedienen.

Ob die Sicht nach schräg hinten beim Juke dann genauso schlecht ausfällt wie beim kleinen Bruder Micra, muss ein kommender Test zeigen.

Dem Trend folgt Nissan auch bei den Individualisierungsmöglichkeiten. So stehen nicht nur elf Außenfarben zur Wahl, sie können auch mit einer anderen Dachfarbe und zahlreichen Innenraumdesigns kombiniert werden. Zudem lassen sich selbst Stoßstangen und Seitenschweller anpassen.

Gute Smartphone-Anbindung

Zoom-In
Nissan Juke Innenraum Cockpit
Schön bunt, zumindest auf Wunsch: Das Cockpit des neuen Nissan Juke

Abgesehen von peppigen Farben wurde der Innenraum ohne übertriebene Modernität gestaltet. Es bleibt bei großen Rundinstrumenten hinter dem Lenkrad, und die Bedienung der Klimaanlage funktioniert über konventionelle Tasten außerhalb des 8 Zoll großen Touchscreens.

Das Infotainment-System Nissan Connect beherrscht Apple CarPlay und Android Auto für eine gute Smartphone-Integration und fungiert auch als WLAN-Hotspot, so dass die Mitfahrer ihre eigenen Geräte drahtlos verwenden können.

Über eine Smartphone-App lassen sich auch aus der Ferne Ölstand und Reifendruck kontrollieren, und wer zu Hause über den Google-Sprachassistenten ein Ziel ins Smartphone spricht, kann es gleich an das Navi des Juke schicken. Die üblichen Assistenzsysteme wie Totwinkelwarner, Querverkehrserkennung und Notbremssystem stehen teils serienmäßig, teilweise gegen Aufpreis zur Verfügung.

Ein Kritikpunkt beim alten Modell war das dürftige Platzangebot. Doch das neue Modell soll laut Nissan hier deutlich zugelegt haben. Der Hersteller verspricht 5,8 Zentimeter mehr Knieraum und 1,1 Zentimeter mehr Kopffreiheit hinten. Der Kofferraum soll nun 20 Prozent mehr Gepäck aufnehmen können – in Zahlen: 422 statt 354 Liter Fassungsvermögen stehen zur Verfügung.

Möglich macht den Platzzuwachs die gewachsene Karosserie. Zwar bleibt es bei überschaubaren Maßen und einer Länge zwischen Klein- und Kompaktwagen, doch ein Längenzuwachs um sieben Zentimeter (4,21 statt 4,14 Meter) macht sich bemerkbar. Breite (1,80) und Höhe (1,60) haben um jeweils drei Zentimeter zugelegt. Trotzdem ist der neue Juke 23 Kilogramm leichter als sein Vorgänger.

3 SUVs in Fahrt

SUV-Kaufberatung: Das ist zu beachten

SUV sind beliebt wie nie zuvor. Was ist beim Kauf zu beachten? Welche Größe ist die richtige? Braucht man überhaupt Allradantrieb? Der ADAC hat alles zum Thema SUV zusammengetragen.

Kaufberatung SUV
 

Einziger Motor: Ein Dreizylinder mit 117 PS

Zoom-In
Nissan Juke Heckansicht stehend
Neuer Juke: Hinten viel Blech und kleine Scheibe

Bei den Motoren gibt es zum Marktstart noch keine Auswahl. Lediglich ein 1,0-Liter-Dreizylinder ist im Angebot, der mit 117 PS schon für ganz gute Fahrleistungen sorgen sollte. Serienmäßig ist ein Sechsgang-Schaltgetriebe, gegen Aufpreis bietet Nissan ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an.

Ob es wie beim Vorgänger noch eine Sportversion geben wird, verrät Nissan bisher nicht. Aber bei einem Motor wird es sicher nicht bleiben. Im Vergleich zum Vorgänger hat Nissan den Preis deutlich erhöht: Mit einem Grundpreis von 18.990 Euro liegt der neue Juke rund 2500 Euro über dem alten Modell. Mit Doppelkupplungs-Automatik ist der Japaner ab 22.590 Euro zu haben.

So leicht wie 2010 wird es der neue Juke allerdings nicht mehr haben. Denn heute tummeln sich im Segment der Kleinwagen-SUV wesentlich mehr Konkurrenten: VW T-Cross, Ford Puma, Fiat 500X, Renault Captur, Mazda CX-3 oder Peugeot 2008 – um nur eine Handvoll Fahrzeuge der boomenden Gattung zu nennen.

Text: Jochen Wieler. Fotos: Nissan

Hier finden Sie viele weitere Fahrberichte und Autotests.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de