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Lissabon | 08.08.2019

Mitsubishi ASX: So fährt der überarbeitete Kompakt-SUV

Mitsubishi ASX stehend
Mitsubishi ASX: Jetzt mit modernerer Front im Stil des Eclipse Cross

Seit 2010 wird der beliebte Kompakt-SUV Mitsubishi ASX angeboten. Jetzt bekommt er noch einmal ein Facelift spendiert. Die wichtigsten Neuerungen: Ein frischer Motor und endlich wieder Allrad und Automatik. Testfahrt, Daten, Preis

  • Überarbeitetes Modell ab September 2019 zu haben
  • Neuer 150-PS-Motor für bessere Fahrleistungen
  • Preis: Der Kompakt-SUV ist ab 20.990 Euro zu haben

 

Rund sieben Jahre lang wird ein Auto üblicherweise gebaut, bis der Nachfolger kommt. Tendenz eher fallend, denn die rasanten Entwicklungszeiten in der IT-Branche setzen auch die Autobauer unter Druck. Höchste Zeit also, dass der seit 2010 erhältliche Mitsubishi ASX abtritt und Platz für die Neuauflage macht.

Doch der japanische Kompakt-SUV denkt nicht ans Abdanken. Stattdessen bekommt er noch einmal ein Facelift spendiert, und der schon angekündigte Nachfolger lässt sich noch zwei, drei Jahre Zeit. Frisch herausgeputzt steht der Mitsubishi ab September 2019 zu Preisen ab 20.990 Euro beim Händler.

Mitsubishi ASX: Es bleibt bei kompakten Maßen

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Mitsubishi ASX von hinten
Das Heck des ASX wurde nur leicht modifiziert

Äußerlich angestaubt mag der nur 4,37 Meter lange ASX durchaus sein, komplett altmodisch ist er aber nicht. Dafür haben schon zwei Auffrischungen im Drei-Jahres-Turnus gesorgt.

Nach dem jüngsten Facelift sieht der Kompakte, der zwischenzeitlich auch die Basis für Citroën C4 Aircross und Peugeot 4008 war, sogar wieder ziemlich frisch aus.

Er orientiert sich am großen Bruder Outlander und dem schrägen SUV-Coupé Eclipse Cross und wirkt mit der neuen, bulligen Front selbstbewusster denn je: Breiter Kühlergrill, schmale LED-Scheinwerfer und ein angedeuteter "Kuhfänger" stehen dem Japaner gut zu Gesicht. Auch am Heck haben die Designer die Breite und damit den kernigen Auftritt des SUV betont.

Armaturenbrett mit größerem Bildschirm

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Mitsubishi ASX Armaturenbrett
ASX-Cockpit: Etwas hochwertiger als bisher und mit großem Bildschirm

Im Innenraum hat sich dagegen nicht viel getan, neu sind die Bedienelemente für die Klimaregelung und das überarbeitete Infotainment-System. Der Touchscreen ist von sieben auf acht Zoll gewachsen.

Die von TomTom beigesteuerte Navigationsfunktion funktioniert einwandfrei und holt sich über das Smartphone des Fahrers Echtzeit-Verkehrsdaten – eine induktive Ladeschale oder ein Head-up-Display sucht man allerdings nach wie vor vergebens.

Ansonsten hat Mitsubishi vor allem versucht, das Interieur etwas hochwertiger zu gestalten. Mit mäßigem Erfolg: Die Materialien sind immer noch eher günstig, die Verarbeitung hier und da etwas ungenau.

An den Platzverhältnissen hat sich mit dem Facelift nichts geändert, vorne sitzt man ganz gut, hinten wird es für den Kopf schnell eng; in beiden Reihen sind die Sitze recht hoch montiert. Der Kofferraum fällt mit 406 bis 1206 Liter klassenüblich groß aus.

Bessere Fahrleistungen mit neuem Motor

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Mitsubishi ASX von vorne
Dank optionalem Allradantrieb ist auch leichtes Gelände kein Problem

Die größte Revolution fand unter der Haube statt. Zwar gibt es den ASX weiterhin nur mit einer einzigen Motorisierung. Doch der zuletzt verbliebene 1,6-Liter-Benziner hat ausgedient und wird durch den Zweiliter-Vierzylinder ersetzt, der in den USA-Modellen schon bisher zum Einsatz kam. Der bringt mit 110 kW/150 PS nicht nur rund 30 Prozent mehr Leistung mit, sondern legt auch beim Drehmoment von 154 auf 195 Newtonmeter zu.

Die liegen erst bei hohen 4200 Touren an, denn auf einen Turbolader verzichtet Mitsubishi. Wer die fünf Gänge flott durchschaltet, kann den ASX jetzt in 10,2 statt 12,2 Sekunden auf Tempo 100 bringen, die Spitze legt moderat von 183 auf 190 km/h zu, die Anhängelast steigt um 100 Kilogramm auf 1,3 Tonnen. Viel wichtiger als das Dynamik-Plus: Mit dem neuen Motor kehrt auch der Allradantrieb zurück ins Angebot, der Ende 2018 gemeinsam mit dem Diesel seinen Hut nehmen musste.

Das 4x4-System arbeitet nach klassischer Manier: Per elektronisch geregelter Kupplung wird die Hinterachse bedarfsgerecht mit Kraft versorgt. Ist die Straße trocken, gehen nur zwei Prozent der Power nach hinten. Erkennt das System durchdrehende Räder, schickt es die Hälfte der Kraft nach achtern. Über die Lock-Funktion lässt sich das maximale Drehmoment an der Hinterachse erzwingen, was beim Anfahren auf schlechtem Untergrund von Vorteil sein kann.

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Der frontgetriebene 2WD-Betrieb soll sparsamer sein als der Allradler, genaue Angaben macht Mitsubishi aber noch nicht. Auf unserer ersten, gemütlichen Testrunde mit dem ausgesprochen unaufgeregten, ausgewogen abgestimmten Allradler bescheinigte uns der Bordcomputer gut acht Liter Super auf 100 Kilometer.

Auch ein Automatikgetriebe gibt es jetzt wieder, und zwar ein stufenloses CVT-Getriebe, das beim Allrad immer an Bord und für die Frontantriebs-Version gegen Aufpreis zu haben ist. Das CVT kommt zwar nicht ganz an den Komfort einer Wandler-Automatik heran, reagiert auf den flotten Gasbefehl manchmal etwas zeitversetzt und wird unter Volllast immer noch recht laut. Es ist aber bei weitem nicht mehr so unharmonisch wie seine Vorgänger und im Alltag auf jeden Fall eine gute Alternative für Schaltfaule.

Unter dem Strich bleibt der Mitsubishi ASX eine preiswerte Alternative zu den Platzhirschen Ford Kuga, VW Tiguan, Škoda Karoq und Toyota RAV4 oder Newcomern wie Citroën C5 Aircross und Mazda CX-30.

Technische Daten (Herstellerangaben) Mitsubishi ASX 2WD (Automatik)                   
Motor  2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 110 kW/150 PS, 195 Nm bei 6000 U/min
Fahrleistungen
10,2 s (11,7 s) auf 100 km/h, 190 km/h Spitze
Verbrauch  k. A.
Maße  L 4,37 / B 1,77 / H 1,64 m
Kofferraum  406 – 1206 l 
Leergewicht ab 1355 kg
Preis ab 20.990 €

Text: Michael Gebhardt/SP-X. Fotos: Mitsubishi

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