Mercedes V-Klasse 2019: Bilder, Daten, Motoren

1.2.2019

Mercedes hat die V-Klasse überarbeitet. Der Kleinbus erhält eine neue Front und der bisherige Diesel wird durch einen moderneren ersetzt. Auch eine Elektroversion ist angekündigt. Erste Infos und Bilder

Mercedes V-Klasse fahrend von der Seite
Mercedes V-Klasse 2019: Dir Front wurde erneuert
  • Optisch nur wenig Änderungen im Vergleich zum Vorgänger
  • Die Dieselmotoren wurden modernisiert
  • Basisversion ab ca. 37.000 Euro

 

Streng genommen ist der größte Pkw mit Mercedes-Stern ein Nutzfahrzeug. Da die V-Klasse mit ihren bis zu acht Sitzen eng mit dem Transporter Vito verwandt ist, teilt sie sich mit ihm auch das üppige Platzangebot, das Raumgefühl und diverse Bauteile unterm Blech.

Bei aller Ähnlichkeit gibt es einen entscheidenden Unterschied: Da hier Menschen und keine Kisten transportiert werden, bietet die bis zu 5,14 Meter lange V-Klasse fast den Komfort edler Limousinen und eine überragende Verwöhnatmosphäre vor allem auf langen Strecken. Seit dem Start des aktuellen Modells im Jahr 2014 wurde sie über 200.000 Mal verkauft.

Nur wenig Neues im Innenraum

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Armaturenbrett Mercedes V-Klasse
Kein Nutzfahrzeugflair: Edles Armaturenbrett wie bei einem Pkw

Also eigentlich kein Grund, viel zu verändern. Die Modellpflege fiel daher auch sehr dezent aus. Nur vorn gibt es einen größeren Unterschied zum alten Modell mit einer anderen "Unterlippe".

War der Lufteinlass unter dem typischen Mercedes-Kühler bisher dreigeteilt und eher filigran, betont jetzt eine durchgehende Öffnung mit Chromumrandung die Breite von 1,93 Metern deutlicher als bisher. Der Kühler selbst gleicht sich mit neuer Rautenstruktur der Front anderer Mercedes-Modelle an.

Noch zurückhaltender agierten die Innenraum-Designer. Die Lüftungsdüsen wurden leicht umgestaltet und zeigen jetzt die Optik einer Turbine. Überarbeitet wurden die Anzeigen im großen Kombiinstrument. Eine reduzierte Darstellung soll dem Fahrer laut Mercedes die Orientierung erleichtern. Der Zentralmonitor, der mittig aus dem Armaturenbrett ragt, blieb unangetastet.

Erst bei der nächsten Generation soll auch die V-Klasse auf das aus der A-Klasse bekannte MBUX-Instrument, das an zwei nebeneinander platzierte Tablets erinnert, umgestellt werden.

Sitze mit Liege- und Massagefunktion

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Fond Mercedes V-Klasse
"Konferenzstellung": Die Einzelsitze sind sehr variabel

Da sich das Alltagsleben in einem Kleinbus vor allem auf den Rücksitzen abspielt, spendierte Mercedes seinem Raumriesen gegen Aufpreis neue Luxussessel für die zweite der drei Reihen, die schon in der S-Klasse für Entspannung sorgen.

Liegefunktion für den Tiefschlaf auf der Autobahn, Massagetechnik zum Auflockern gestresster Manager und kühlende oder erwärmende Klimatisierung je nach Wetterlage. Fond-Wellness auf Rädern sozusagen.

Den Fahrer entlasten zahlreiche elektronische Beifahrer vom Seitenwind-Assistenten bis hin zum aktiven Abstandsradar. Neu in der V-Klasse ist ein Bremsassistent, der den Fahrer bei einem drohenden Auffahrunfall zunächst warnt und bei ausbleibender Reaktion eine automatische Notbremsung einleitet.

Dieselmotoren mit guter Abgasreinigung

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Heck Mercedes V-Klasse
Das tief geschnittene Fenster gibt es gegen Aufpreis

Von außen unsichtbar sind die Neuerungen unter der Motorhaube. Ein moderner Vierzylinder-Diesel mit zwei Litern Hubraum löst den in die Jahre gekommenen bisherigen Selbstzünder mit 2,1 Litern Hubraum ab. Drei Katalysatoren reinigen zusammen mit einem Partikelfilter die Abgase und sorgen für die Einhaltung der Euro 6d-TEMP-Norm.

Das größte "V" im Programm ist der neue V 300d mit 176 kW/239 PS, der mit 500 Newtonmetern glänzt, die dank einer Boostfunktion beim Beschleunigen um weitere 30 Newtonmeter gesteigert werden können. Beim Spitzenmodell ist die für die V-Klasse neue Neungangautomatik schon eingebaut. Bei den anderen Versionen kann sie gegen Mehrpreis bestellt werden.

Über das Einstiegsmodell spricht Mercedes derzeit noch nicht. Fest steht aber, dass es 37.000 Euro kosten und vermutlich V 220 heißen wird. Leistungs- und Verbrauchsdaten sind noch nicht bekannt. Bestellt werden kann die erneuerte V-Klasse ebenso wie das Freizeitmodell Marco Polo mit gleicher Technik ab März 2019.

Premiere ist auf dem Genfer Automobilsalon 2019. Dort wird dann auch der EQV als Elektroversion der V-Klasse enthüllt.

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Text: Peter Maahn/SP-X. Fotos: PR.

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