Mercedes GLC: Fahrbericht, Motoren, Daten, Bilder

15.03.2019

Mercedes hat dem GLC ein (sanftes) Facelift verpasst. Wir konnten den Erfolgs-SUV bereits am Polarkreis ausprobieren und zeigen, was alles neu ist. Plus: Technische Daten, Motoren und Bilder

Mercedes GLC fahrend von vorne
Neu: LED-Scheinwerfer, Schürzen  und das Chrompaket
  • Optisch neu: LED-Scheinwerfer, Schürzen, Rückleuchten und Chrom-Paket
  • Die Motoren-Palette wurde komplett ausgetauscht
  • Alle Antriebe sollen effizienter arbeiten

Als der Mercedes GLC zur Weltpremiere Anfang März auf dem Genfer Autosalon die letzte Tarnung fallen ließ, sah er bis auf die LED-Scheinwerfer, die Schürzen, Rückleuchten und das jetzt serienmäßige Chrompaket noch fast genauso aus wie früher.

Doch unter dem Blech des erfolgreichsten Geländewagens der Schwaben ist alles neu. "Wir haben das gesamte Motoren-Portfolio ausgetauscht", sagt Peter Kolb, Leiter Gesamtfahrzeugversuch für die mittleren Mercedes-Modelle, bei ersten Testfahrten am eisigen Polarkreis.

Benzin-Motoren mit 197 und 258 PS

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Motor des Mercedes GLC
Die neuen Motoren arbeiten deutlich effizienter

Bei den Dieseln setzen die Stuttgarter neben einem Einstiegs-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 163 PS auf den viel gelobten OM654, den es mit 195 und 245 PS geben wird, und dem sie eine Effizienzsteigerung von guten zehn Prozent zuschreiben.

Bei den Benzinern kommt vor allem der neue 2,0-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, der mit einem 48-Volt-System und einem Starter-Generator kombiniert ist. Ihn gibt es mit 197 oder 258 PS und jeweils bis zu 14 PS Boost aus dem Elektromotor.

Der schiebt nicht nur beim Anfahren an, sondern er verlängert auch die Start-Stopp-Phasen, ermöglicht kilometerlange Segeletappen und kann deutlich mehr Bremsenergie rekuperieren, so dass sich Mercedes eine Verbrauchsverbesserung von rund 15 Prozent erhofft.

AMG-Diesel-Versionen: GLC 43 und GLC 63 

Zoom-In
Front des Mercedes GLC stehend
Den neuen GLC wird es auch als AMG-Versionen geben

Wenn Kolb bei den ersten Ausfahrten mal den Platz hinter dem Lenkrad seines GLC 300 frei macht, erlebt man den Geländewagen als soliden Dauerläufer, der souverän unterwegs ist und durch die elektrische Anfahrhilfe flott vom Fleck kommt.

Geht man es etwas schneller an, versteht man, warum sie das adaptive Stahlfederfahrwerk aus dem GLC Coupé jetzt im normalen GLC anbieten. Denn ein bisschen Sport steht dem SUV nicht schlecht. Wäre da nicht der magere Klang, würde man einen Sechszylinder kaum vermissen.

Muss man auch nicht. Denn für die Dieselfraktion reicht Mercedes einen GLC 400d mit dem 333 PS starken Reihensechser aus dem CLS nach. Und um die Otto-Freunde kümmert sich AMG mit einem neuen GLC 43, dem auch wieder ein GLC 63 folgen wird.

Auch an die Elektro-Fraktion hat man gedacht: Wem der Schritt zum voll elektrischen EQC zu groß ist, der kann sich zum Jahreswechsel in einem Plug-in-Hybriden mit rund 50 Kilometern elektrischer Reichweite anfreunden. Den wird es erst als Benziner und im nächsten Jahr als Diesel geben, stellt Kolb in Aussicht.

Tipp Icon

Das ist die neue Motoren-Palette zur Markteinführung

Heck- und Seitenansicht des Mercedes GLC

Herstellerangaben GLC 200
4MATIC
GLC 300
4MATIC
GLC 200 d
4MATIC
GLC 220 d
4MATIC

GLC 300 d
4MATIC
 
Leistung (kW/PS) 145/197 190/258 120/163
143/194
180/245 
max. Drehmoment                     280 370   360 400 500

Kraftstoffverbrauch
komb. (l/100 km)

7,4 -7,1 7,4-7,1  5,5-5,2
5,5-5,2 5,8 
CO2-Emissionen
komb. (g/km)
169-161 169-161 145-137 145-137 153-151

Neues Infotainmentsystem aus der A-Klasse

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Cockpit des Mercedes GLC
Neu ist der Touchscreen mit natürlicher Sprachsteuerung

Zwar kennt man die meisten Neuheiten für den GLC schon von der Modellpflege der C-Klasse im letzten Herbst. Doch im Innenraum geht der GLC seinen eigenen Weg und bekommt als erstes Modell der Baureihe das neue Infotainmentsystem MBUX.

Das hat neben dem Touchscreen eine natürliche Sprachsteuerung, wie man sie aus der A-Klasse kennt. Für die ist Versuchsleiter Kolb am frostigen Polarkreis ganz besonders dankbar. Denn so kann er die Navigation oder die Heizung bedienen, ohne dass er erst die Handschuhe ausziehen muss. 

Text: Thomas Geiger, Fotos: PR.

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