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Frankfurt am Main | 03.09.2019

Hyundai i10: Kleinwagen mit Technik wie ein Großer

Front des Hyundai i10 fahrend
Neuer Hyundai i10: Vorn eher unauffällig gestaltet

Der Hyundai i10 in der dritten Generation feiert auf der IAA 2019 Weltpremiere. Mit nur 3,67 Metern Länge bleibt der Koreaner ein ideales Stadtauto. Zugelegt hat er an Sicherheit und Technik. Infos, Daten, Bilder.

  • Fünf Türen serienmäßig, 252 Liter Kofferraumvolumen
  • Zwei Benzin-Motoren mit 67 und 84 PS
  • Gute Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay und Android Auto
  • Viele Assistenzsysteme erhältlich

In der Klasse der Kleinstwagen wird zur Zeit ziemlich ausgedünnt. Wer ein Stadtauto unterhalb von VW Polo, Opel Corsa und Ford Fiesta sucht, hat immer weniger Auswahl. Der Ford Ka wurde aus dem Programm genommen, Opel hat Karl und Adam eingestellt. Und die baugleichen Zwillinge Škoda Citigo und Seat Mii gibt es nur noch elektrisch.

Grund: Die verschärften Abgas- und CO2-Vorgaben würden Kleinstwagen mit entsprechender Abgastechnik deutlich teurer machen – das lohnt sich für viele Autobauer nicht mehr.

Hyundai i10: fünf Türen Serie

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Seitenansicht des Hyundai i10 stehend
Gut für die Parkplatzsuche in der Stadt: Der i10 ist nur 3,67 m lang

Gut, dass Hyundai anders denkt, und die Klasse nicht aufgibt. Denn vor allem Städter brauchen oft kein großes Auto und sind bei der Parkplatzsuche über jeden gesparten Zentimeter Länge froh. Der Hyundai i10 der dritten Generation belässt es daher bei stadttauglichen 3,67 Metern Länge (VW Up: 3,60 m, VW Polo: 4,05 m).

Weil der Koreaner zwei Zentimeter niedriger und zwei Zentimeter breiter als sein Vorgänger geworden ist, ergeben sich neue Proportionen, die den Mini deutlich präsenter wirken lassen.

An den klassentypisch überschaubaren Platzverhältnissen dürfte das aber wenig ändern. Immerhin wird der i10 standardmäßig als Fünftürer ausgeliefert, so dass die Fondpassagiere gut einsteigen können, und auch die Montage eines Kindersitzes ohne Verrenkungen möglich sein sollte. Der i10 wird als Vier- und als Fünfsitzer angeboten, die Ladekante liegt nun knapp drei Zentimeter tiefer. Kofferraumvolumen: gute 252 Liter.

Verkehrsdaten und Wetterbericht am Bildschirm

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Innenraum und Cockpit des Hyundai i10
Übersichtliches Cockpit mit integriertem Bildschirm (Aufpreis)

Reichlich Elektronik soll den i10 sicherer machen und so wartet der Hyundai mit einer für diese Fahrzeugklasse respektablen Anzahl an Assistenzsystemen auf. Unter "Smart Sense" – so nennt Hyundai sein Sicherheitspaket – sind ein Frontkollisionswarner, Fernlicht-, Spurhalteassistent, eine Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung gebündelt.

Das Paket dürfte allerdings Aufpreis kosten und wohl auch den besseren Ausstattungslinien vorbehalten sein.

Dass Apple CarPlay und Android Auto für eine ordentliche Smartphoneanbindung an Bord sind, wird heute genauso erwartet wie eine induktive Lademöglichkeit (beides gegen Aufpreis). Weniger gängig sind in dieser Fahrzeugklasse aber Verkehrs- und Wetterberichte in Echtzeit (Telematikfunktion Bluelink über ein kostenpflichtiges Abo) und die Möglichkeit, über eine Smartphone-App Navigationsziele direkt vom Sofa aus ans Auto zu schicken.

Die Funktion "Mein Auto finden" soll vergessliche Laternenparkern unterstützen, ihren i10 zu orten. Auch bei der Parkplatz- und Tankstellensuche soll die App behilflich sein.

Renault Clio fahrend

Neuer Renault Clio: So fährt er sich

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Renault Clio: Fahrbericht

Benziner mit 67 und 84 PS

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Heck des Hyundai i10 fahrend
Das Dach den i10 gibt es in Wagenfarbe oder als Extra in Schwarz oder Rot

Besonders lobenswert ist, dass der Hersteller die Übersichtlichkeit verbessert hat. Die Gürtellinie wurde vorn um 11 Millimeter und hinten um 13 abgesenkt, die C-Säule fällt schmaler aus. Das kommt der Rundumsicht zugute – bei einem Stadtauto ein echtes Plus an Sicherheit.

Der neue Hyundai i10 geht mit zwei Benzinern an den Start: Einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 PS und einem 1,2-Liter-Vierzylinder mit 84 PS. Beide Motoren gibt es statt mit serienmäßigem Fünfgang-Schaltgetriebe auch mit Automatik.

Verbräuche nennt Hyundai noch nicht, doch Werte mit einer vier vor dem Komma sollten realistisch sein. Eine Start-Stopp-Funktion ist bei beiden Motoren serienmäßig an Bord. Die Preise stehen noch nicht fest, mit gut 10.000 Euro für die Basisversion ist aber zu rechnen.

 

Text: Jochen Wieler. Fotos: Hyundai

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