Einsatzberichte

"Es war perfekt organisiert"

An Bord des Learjets fühlte sich Gabriele Vielhaber bestens betreut

Als Gabriele Vielhaber im Urlaub schwer erkrankt, rettet der Einsatz des ADAC Ambulanz-Service ihr Leben

Gabriele und Bruno Vielhaber aus Warstein bezeichnen sich selbst als „Mallorca-Fans“. Seit über 40 Jahren verbringt das Ehepaar seine freie Zeit auf der Insel. Doch der letzte Urlaub verläuft ganz anders als gewohnt: „Wir waren gerade vom Abendessen zurück, da bekam ich starke Schmerzen“, erinnert sich die 64-Jährige. Im Krankenhaus dann die Diagnose: eine schwere Darmkrankheit.

Schnell steht fest: Eine OP kommt für sie nur in Deutschland in Frage. „Die medizinische Versorgung im Krankenhaus vor Ort war mangelhaft, die Ärzte sprachen nur Spanisch“, sagt Bruno Vielhaber, 67. Das Paar wendet sich an den ADAC Ambulanz-Service. „Der Einsatz des ganzen Teams war überwältigend. Die Ärzte klärten meinen Fall ab. Wir standen fast täglich in Kontakt“, erinnert sich die Patientin, die seit fünf Jahren ADAC Plus-Mitglied ist und auch die ADAC Auslandskrankenversicherung besitzt.

Der ADAC Ambulanzjet mit modernster intensivmedizinischer Ausstattung bringt Gabriele Vielhaber von Palma nach Düsseldorf. Zur Crew gehören ein Intensivarzt und ein Krankenpfleger. „Alles war perfekt organisiert und verlief reibungslos. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben.“ In Deutschland stellen die Ärzte fest: Die Operation war für die Patientin lebenswichtig. Sie hat jetzt noch mehrere Behandlungen vor sich, aber es geht ihr von Tag zu Tag besser. Ihren Gelben Engeln ist sie „unendlich dankbar“.

Fruchtblase geplatzt – werdende Mutter in 29. Schwangerschaftswoche von Pristina nach Deutschland verlegt

Um 8.38 Uhr rief der Ehemann an: Er ist mit seiner Ehefrau – in der 29. Schwangerschaftswoche - und den zwei kleinen Kindern im eigenen Pkw nach Pristina gereist. Vergangene Nacht ist die Fruchtblase geplatzt. Patientin ist im Krankenhaus. Nach Aussage des behandelnden Arztes vor Ort solle die Patientin aufgrund drohender Unterversorgung so schnell wie möglich nach Deutschland zurückgeholt werden. Notwendige Daten zur Verlegung werden sukzessive eingeholt.

Mittags Einbindung des Münchner ADAC Ärzteteams. Nach diversen Absprachen mit dem behandelnden Arzt in Deutschland und den Ärzten in der Klinik vor Ort fällt um 16.35 Uhr in München die Entscheidung, die Patientin zeitnah zu holen.

Ab 17 Uhr Organisation der fünfköpfigen Med-Crew inkl. Neonatologe und Gynäkologe sowie Pilotenteam, Abklärung Verfügbarkeit der Maschinen.

Am nächsten Tag:

01.35 Uhr Abflug Maschine inkl. Inkubator aus Nürnberg
03.20 Uhr Landung in Pristina und Verladung Patient
03.50 Uhr Abflug in Pristina
05:38 Uhr Ankunft in Köln und bodengebundener Weitertransport in die Klinik

Zur sofortigen Weiterführung der stabilisierenden Maßnahmen und Einleitung der lebensrettenden Chemotherapie kleinen Jungen von Algier nach Deutschland gebracht

Um 14.40 Uhr rief der Vater an, sein Sohn befindet sich seit zwei Tagen mit akut reduziertem Zustand in Algerien im Krankenhaus. Verdachtsdiagnose myeloische Leukämie. Nach Aussage des Arztes vor Ort ist eine Behandlung vor Ort nicht möglich, der kleine Patient müsse möglichst schnell nach Deutschland verlegt werden.

Nach Einbindung des Münchener ADAC Ärzteteam und des leitenden Pädiaters der Knopfschen Kinderklinik fällt umgehend die Entscheidung zum sofortigen Transport des kleinen Jungen angesichts der lebensbedrohlichen Situation und der erforderlichen Chemotherapie, die vor Ort nicht möglich ist.

Engmaschige Abstimmung mit dem Piloten- und Flugärzteteam, der Familie des Patienten und dem behandelnden Arzt vor Ort.

Um 21.40 Uhr startet die Dornier in Richtung Algerien, während im Backoffice parallel der An-und Abtransport des Patienten zum und vom Flughafen, sowie ein geeignetes Bett in einer deutschen Kinderklinik organisiert und die Kommunikation zwischen allen beteiligten Teams und der Familie parallel zum Transport aufrecht erhalten wird.

23.40 Uhr Landung in Oran, Algerien und Verladung Patient in Begleitung seiner Mutter

Am nächsten Tag:

03:25 Uhr Abflug in Oran, Algerien, unter medizinisch intensiv stabilisierenden Maßnahmen des kleinen Jungen
05:25 Uhr Ankunft in Stuttgart und Weitertransport mit einem Ambulanzwagen in eine Kinderklinik in Stuttgart zur sofortigen Weiterführung der stabilisierenden Maßnahmen und Einleitung der lebensrettenden Chemotherapie