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Deutschland | 28.11.2019

Sommerferien-Termine: Noch mehr Staus?

Großer Verkehrsstau während der Sommerferien in Bayern und Baden-Würtemberg
Nichts geht mehr: Urlauber-Stau auf einer bayerischen Autobahn

Streit um die Sommerferien-Termine: Hamburg und Berlin wünschen sich eine Neuregelung, Bayern und Baden-Württemberg wollen ihre Ferientermine grundsätzlich nicht ändern. Urlauber müssen mit noch mehr Staus auf Autobahnen rechnen. 

Berlin und Hamburg möchten die Sommerferien künftig weniger zwischen den Bundesländern strecken. Somit würde der sogenannte Ferienkorridor erst ab 1. Juli und nicht schon im Juni beginnen. Ein enger Ferienkorridor bedeutet jedoch, dass sich die Sommerferien der Bundesländer stark überlappen. Damit werden unnötige Staus in den Ferienmonaten provoziert, insbesondere auf den stark frequentierten Autobahnen.

In der Diskussion um die Neuregelung ab 2025 sorgten außerdem Bayern und Baden-Württemberg für Unmut, da beide Bundesländer ihre Sommerferien grundsätzlich zuletzt starten lassen und an diesen Terminen weiterhin nicht rütteln lassen wollen. 

Noch bis 2024 stehen die Ferientermine fest, für die Jahre ab 2025 ist nun eine Einigung der Kultusminister der Länder notwendig.

Sollte allerdings kein abgestimmter Ferienkorridor zustande kommen, sieht ADAC Vizepräsident für Tourismus Kurt Heinen nicht nur für die Autofahrer Nachteile, sondern für alle Reisenden: "Es wird zu noch mehr Verkehr und noch mehr Staus kommen. Auch die Flüge in die Urlaubsregionen sind dann deutlich stärker ausgelastet und natürlich teurer. Generell werden die Preise für touristische Angebote steigen, weil sich die Nachfrage der Urlauber auf einen engen Zeitraum ballt". 

 

Text: kf mit Material von dpa. Foto: imago /Arnulf Hettrich.

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