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Stuttgart | 24.06.2019

Abschalteinrichtung: Rückruf Mercedes GLK 220 CDI

Mercedes GLK 220 fahrend

Daimler muss 60.000 Fahrzeuge des Mercedes-Benz GLK 220 CDI wegen illegaler Abschalteinrichtungen zurückrufen. Das ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag an.

Die Zahl der Rückrufe stammt vom Bundesverkehrsministerium. Daimler selbst bestätigt den Rückruf von drei Diesel-Varianten des Sportgeländewagens Mercedes-Benz GLK 220 CDI 4MATIC der Abgasnorm Euro 5. Die Fahrzeuge stammen aus dem Produktionszeitraum Juni 2012 bis Juni 2015, betroffen sind rund 17.500 Fahrzeuge in Deutschland.

Der Verdacht gegen das fragliche Automodell GLK 220 CDI wurde bereits Mitte April publik, nachdem das KBA im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen war. Demzufolge sollen die Abgaswerte mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein – aber nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr.

Da von der beanstandeten "Schadstoff- und Abgasstrategie" auch andere Modelle betroffen sein könnten, habe das Amt die Untersuchungen nun ausgeweitet, erklärte das Ministerium. Es handele sich um Fahrzeuge mit den Motoren OM 651 und OM 642. Daimler bestreitet, illegale Abschalteinrichtungen verwendet zu haben und will sich juristisch gegen die KBA-Entscheidung wehren.

Hier sehen Sie die komplette Liste mit Mercedes-Modellen, die vom Rückruf betroffen sind.

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Das müssen Sie beachten

Wenn Sie an der Rückruf-Aktion nicht teilnehmen, kann das schwerwiegende Folgen haben: Zunächst werden die Halter durch das KBA direkt angeschrieben und zur umgehenden Nachrüstung aufgefordert. Anderenfalls werden die Fälle an die örtlich zuständigen Zulassungsstellen weitergeleitet.

Diese fordern den Betroffenen regelmäßig unter Fristsetzung zur Durchführung des Updates auf. Nach Verstreichen der Frist kann die Zulassungsbehörde den Betrieb des Kfz untersagen. Aber auch Probleme bei der Hauptuntersuchung sind möglich, wenn Sie den Rückruf verweigern.

Hier finden Sie alles zum Thema Rückrufaktionen 

Text: Katja Legner. Fotos: Daimler AG.

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