Zurück zur Übersicht
Straßburg | 27.11.2019

Adina Vălean wird neue EU-Verkehrskommissarin

Adina Valean
Die 51-jährige Rumänin Adina Vălean ist bereits seit 2007 Abgeordnete des Europäischen Parlaments

Das Europaparlament in Straßburg hat die neue EU-Kommission mit breiter Mehrheit bestätigt. Damit kann die neue Führung der Europäischen Union am 1. Dezember ihr Amt antreten. Zur Wahl standen neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auch 12 EU-Kommissarinnen und 15 Kommissare.

Das Ressort für Verkehr übernimmt die Rumänin Adina Vălean. Die 51-jährige studierte Mathematikerin war zuletzt Vorsitzende des Umweltausschusses und stand bislang dem Industrie- und Energieausschuss vor. In einer Anhörung führte sie bereits im Vorfeld ihrer Wahl ihre Vision für die EU-Verkehrspolitik aus .

Die künftige EU-Kommissarin möchte sich für ein nachhaltiges, sicheres, effizientes, bezahlbares und intelligentes Verkehrssystem einsetzen. Sie betonte, dass die Reduzierung der Treibhausgase im Verkehr einen Schwerpunkt ihrer Arbeit darstellen werde.

Vălean setzt sich für klimafreundliche Mobilität ein

Bis Ende 2020 will sie eine umfassende Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität vorschlagen. Neben der Ausweitung des Emissionshandels auf den Schiffssektor und der Reduzierung kostenloser Emissionszertifikate für den Luftverkehr sollen klimafreundliche Alternativen wie Hochgeschwindigkeitszüge gefördert werden. Die Mobilität in den Städten möchte sie durch ein breiteres ÖPNV-Angebot verbessern, Fußgänger- und Radwege ausbauen lassen sowie (Sharing-)Angebote stärken.

Die E-Mobilität soll zum Beispiel durch die Förderung von Lade- und Tankinfrastrukturen gestärkt werden. Beim Thema Maut hob Vălean die Bedeutung des Verursacherprinzips hervor und warb für eine schnelle Verabschiedung der geplanten Eurovignetten-Richtlinie, die eine streckenabhängige Maut vorsieht.

Zum für den ADAC wichtigen Thema Zugang zu Fahrzeugdaten äußerte sich Vălean bislang nicht explizit, sprach aber von einem großen Potenzial der Datenwirtschaft. Derzeit werden die Daten, die von den Fahrzeuge generiert werden, ausschließlich an die Hersteller gesendet. Der ADAC spricht sich für eine einheitliche europäische Regelung für den fairen Zugang zu diesen Fahrzeugdaten aus.

Text: VG mit Material von dpa. Foto: European Union.

Kontakt zur Redaktion:  redaktion@adac.de