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Obersülzen | 22.11.2019

Mann hupt jeden Morgen – Bußgeld

Hupen verboten Schild
Laut Straßenverkehrsordnung gilt: Hupen darf nur, wer außerorts überholt oder eine Gefahr für sich oder andere sieht

Ein Mann weckte immer wieder die ganze Nachbarschaft per Autohupe. Seine Ausrede: Er wollte eine Katze verscheuchen. Bei einer Vernehmung verstrickte er sich aber in Widersprüche. 

Anwohner im rheinland-pfälzischen Obersülzen wurden immer wieder unsanft aus dem Schlaf gerissen. Der Grund: Seit Anfang des Jahres hupte jeden Morgen ein Auto auf der Hauptstraße – um 5 Uhr früh. Bei der Polizei gingen deshalb mehrere Beschwerden ein.

Das Kennzeichen des Autos konnte aber niemand angeben. Die Polizei legte sich daraufhin auf die Lauer und konnte einen 56-jährigen Mann auf frischer Tat ertappen. Der Störenfried gab an, wegen einer Katze gehupt zu haben. Anschließend verstrickte er sich aber in Widersprüche. Er soll nun ein Bußgeld bekommen. „Die Anwohner dürften jetzt wieder ausschlafen können“, vermeldete die örtliche Polizei.

Rechtlich gesehen gilt in diesem Zusammenhang § 16 StVO. Hier heißt es: "Schallzeichen darf nur geben, wer außerorts überholt oder sich oder Andere gefährdet sieht.“ Und: "Das missbräuchliche Geben von Schallzeichen wird gem. Tatbestandsnummer 70 des Bußgeldkatalogs mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro geahndet, wenn dadurch ein anderer belästigt wurde.“ Da keine Gefahr vorlag und die Katze offensichtlich nur als Ausrede diente, durfte der Mann nicht hupen.

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Text: Johannes Gerl mit Material von dpa. Foto: imago images/Frank Sorge.

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