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Berlin | 27.06.2019

Hitze: Über 38.000 Einsätze für ADAC Pannenhilfe

ADAC Pannenhelfer hilft Mitglied

Die hohen Temperaturen in Deutschland halten auch die ADAC Pannenhelfer in Atem. Bundesweit haben die Gelben Engel von Montag bis Mittwoch mehr als 38.000 Einsätze geleistet. Das sind 2500 mehr als im Vergleichszeitraum der Vorwoche. 

Auf 15 Prozent mehr Einsätze als an durchschnittlichen Tagen kommen die Gelben Engel derzeit allein im Großraum Berlin, wo es gerade besonders heiß ist. In der Pannenhilferegion Ost, zu der auch Berlin zählt, wurden die Straßenwachtfahrer im Zeitraum 24. bis 26. Juni 9785 Mal gerufen. 

"Bei uns kommen vermehrt Hilferufe zu Kühlwasserschäden rein. Das sind typische Hitzeprobleme", sagt Wolfram Kienast, Schichtleiter der ADAC Pannenhilfe Ost. Hierbei handelt es sich um komplexere Pannen als z.B. solche, bei denen die klassische Starthilfe erforderlich ist. Die Gelben Engel müssen also nicht nur mehr, sondern auch pro Panne oft länger arbeiten, bis ein Fahrzeug wieder flott ist. 

Bereichs- und Teamleiter der Straßenwacht haben daher umgehend reagiert und die Mannschaft in der Region um zehn Prozent aufgestockt. Damit die Pannenhelfer gut durch eine Hitzeschicht kommen, werden sie vom Arbeitgeber gratis mit Sonnencreme ausgestattet. Aus Sicherheitsgründen dürfen sie allerdings keine kurzen Hosen tragen.

Insgesamt kommen die Gelben Engel aber gut klar mit den Temperaturen. "Es gab nur sehr vereinzelt Klagen über Sonnenstiche oder Kreislaufprobleme", so Kienast. Einen Kollegen erwischte es schlimmer: beim Reparieren eines Wagens platzte eine Kühlerablass-Schraube. Der Pannenhelfer erlitt Verbrühungen. Seine Sicherheitsschuhe verhinderten größere Verletzungen, und so ist er bereits heute wieder im Einsatz.

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Text: Katja Fastrich, Foto: ADAC/Martin Hangen

Kontakt zur Redaktion:  redaktion@adac.de