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Singapur | 11.11.2019

Singapur verbietet E-Scooter

E-Scooter Fahrer in Bewegung in der Stadt
Hohes Verletzungsrisiko: Singapur verbannt E-Scooter vom Bürgersteig

Nach Paris und Mailand verbietet nun auch Singapur das Fahren mit E-Tretrollern auf Gehwegen. Das kommt quasi einem generellen Verbot gleich, denn in Singapur gibt es keine Radwege. Der Grund für das neue Gesetz: Zu viele Unfälle.

Das Verbot der Regierung in Singapur ist deshalb so interessant, weil sich der Inselstadtstaat selbst als "smart nation" versteht und neuen Mobilitätsformen eigentlich besonders aufgeschlossen gegenüber steht.

Jetzt aber hat Verkehrsminister Lam Pin Min hohe Strafen für diejenigen angekündigt, die in Zukunft mit E-Scootern auf dem Bürgersteig fahren: Ab dem 1. Januar 2020 wird der Verstoß mit bis zu 1300 Euro Geldstrafe und einer Gefängnisstrafe bis zu drei Monaten geahndet.

Das Parlament begründet seine Entscheidung mit den vielen Unfällen, die sich in den letzten Monaten ereignet haben. Besonders tragisch war dabei der Unfall einer Fahrradfahrerin, die nach der Kollision mit einem E-Scooter-Fahrer starb.


Das gilt in Deutschland

Bei uns dürfen E-Scooter nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen fahren. Wenn diese fehlen, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Der Gehweg und die Fußgängerzone sind für die kleinen E-Roller tabu, außer das Befahren wird durch das Zusatzzeichen "E-Scooter frei" erlaubt.

in Deutschland finden Sie hierAlle Verkehrsregeln für die E-Scooter

Hier finden Sie einen ADAC Test von acht E-Scooter-Modellen mit Straßenzulassung

 

Text: Regina Ammel; Foto: dpa/Christoph Soeder.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de