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Berlin | 28.08.2019

E-Laden in privaten Tiefgaragen erleichtern

Elektroladesäule in privater Tiefgarage

Der Bau von privaten Ladestation für Elektroautos soll erleichtert werden. Das Justizministerium plant dazu Erleichterungen im Wohneigentumsrecht. Im Kern ist ein Rechtsanspruch für Wohneigentümer und Mieter vorgesehen, eine Ladestation zu errichten. Bisher gibt es dafür hohe Hürden. Auf Basis eines Abschlussberichts einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll nun bis zum Jahresende ein Gesetzentwurf erarbeitet werden. Die Neuregelungen könnten bis Ende 2020 in Kraft treten

Der einfachere Einbau von Ladestationen in Mehrfamilienhäusern ist eine entscheidende Voraussetzung für echte Fortschritte bei der Elektromobilität. Gerhard Hillebrand, ADAC Vizepräsident für Verkehr, bewertet deshalb die Vorschläge der Bund-Länder-Arbeitsgruppe für eine entsprechende Gesetzesänderung im Miet- und Eigentumsrecht positiv. Wichtig sei allerdings, so Hillebrand, dass die Empfehlungen nun auch schnell umgesetzt werden. „Wer Elektromobilität in die Breite tragen will, muss hier schnellstmöglich nachbessern.“

„Für Verbraucher ist es essentiell, dass sie ihr Fahrzeug zu Hause laden können, denn rund 60 Prozent der Ladevorgänge von Privatnutzern finden zu Hause statt“, ergänzt ADAC Vizepräsident für Technik Karsten Schulze.

Nach einer Untersuchung des ADAC verfügen derzeit nur vier Prozent der untersuchten Tiefgaragen über einen Stromanschluss, nur zwei Prozent über eine Wallbox beziehungsweise Ladesäule. „Offenbar hat nicht zuletzt die Untersuchung des ADAC den politischen Entscheidungsträgern die Augen geöffnet“, sagt Schulze.

Mehr Infos zur ADAC Umfrage: Laden in privaten Tiefgaragen

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

Foto: imago images/Panthermedia