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Deutschland | 03.12.2019

Autofahren nach Glühwein gefährdet den Führerschein

Paar trinkt Glühwein am Weihnachtsmarkt
Das berühmte Gläschen Glühwein zu viel ist für Autofahrer gefährlich

Ob Nürnberger Christkindlesmarkt, Weihnachtsmarkt in Stuttgart oder jeder andere Budenzauber in Deutschland – jetzt ist Hochsaison für Glühwein-Genuss. Was Autofahrer beachten sollten. 

Am besten besucht man den Weihnachtsmarkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer partout nicht auf das eigene Fahrzeug verzichten kann, sollte wissen: Fällt man nach Glühwein wegen Schlangenlinien im Verkehr auf, droht schon ab 0,3 Promille der Verlust des Führerscheins. Ab 0,5 Promille muss man mit einer Geldbuße von bis zu 1.500 Euro, einem Fahrverbot von bis zu drei Monaten und zwei Punkten rechnen.
 
Für Fahranfänger gilt ein absolutes Alkoholverbot. Als Fahranfänger gelten all die, die sich noch in der Probezeit befinden oder noch keine 21 Jahre alt sind – für diese Gruppe sind Glühwein, Grog und Punsch komplett tabu.

Vor dem ersten Glühwein besser eine Bratwurst essen?

Wie schnell Glühwein betrunken macht, hängt nicht nur davon ab, wie voll der Magen ist: Die persönliche Tagesform spielt ebenfalls eine Rolle – auch das Alter oder das Gewicht der trinkenden Person. Wichtig zu wissen: Wärme und Zucker können die Wirkung von Alkohol beschleunigen – Glühwein macht also noch schneller betrunken als normaler Wein.
 
Wer auf dem Weihnachtsmarkt besonders tief in den Glühweinbecher geschaut hat, sollte seinen Restalkohol im Blut nicht unterschätzen. Die meisten Autofahrer setzen sich am nächsten Morgen mit reinem Gewissen hinters Steuer. Was gefährlich sein kann, denn wie stark der Alkohol einen Menschen beeinflusst, ist bei jedem anders. Als Faustregel gilt: Pro Stunde werden nur etwa 0,1 Promille abgebaut. Schneller geht's nicht – da helfen weder Schlaf noch Kaffee noch der Gang unter die Dusche.

Auch wer mit dem E-Scooter, also Tretroller mit Elektromotor, zum Weihnachtsmarkt aufbricht, sollte wissen, dass diese vor dem Gesetz als Kraftfahrzeuge gelten. Ist man also mit dem E-Scooter unterwegs, unterliegt man denselben Promille-Grenzen wie Autofahrer. Das haben viele Fahrer leider nicht auf dem Schirm – wer betrunken mit dem E-Scooter erwischt wird, riskiert seinen Führerschein.

Weitere Infos zu Alkohol im Straßenverkehr finden Sie hier

Text: kf. Foto: iStock.com/visualspace. Thüringer Tourismus GmbH/H.-P. Szyska

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