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— ADAC Württemberg —

Keine Fahrverbote gegen Stickstoffdioxid

 

Der ADAC Württemberg kritisiert die Forderung nach einem Fahrverbot in Stuttgart, um den Ausstoß von Stickstoffdioxid zu senken. Auch die Ausweitung der Umweltzonen und Tempolimits wird laut ADAC Württemberg keinen nennenswerten Erfolg bringen.

 

Erfahrungen und Studien belegen, dass restriktive Maßnahmen wie die Ausweitung der Umweltzonen und Tempolimits nicht weiter helfen. Insbesondere die Reduzierung auf Tempo 30 wirkt sich sogar negativ auf den NO2 und NOx-Ausstoß aus und ruft einen höheren Schadstoffausstoß hervor. „Eine Ausweitung von Umweltzonen, Tempolimits oder sogar Fahrverbote sind der falsche Ansatzpunkt. Viel wichtiger ist die Verflüssigung des Verkehrs durch den Einsatz von ‚Grünen Wellen' und intelligenten Verkehrsleitsystemen. Schließlich trägt der innerstädtische Stau einen großen Anteil an den hohen Schadstoffwerten“, so Dieter Roßkopf, Vorsitzender des ADAC Württemberg.

 

Studien des ADAC, Fraunhofer Instituts und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg belegen, dass mithilfe von ‚Grünen Wellen' und intelligenten Verkehrsleitsystemen die Stickoxidemissionen um ca. 33 %, der Partikelausstoß um ca. 27 % und der Kraftstoffverbrauch um ca. 15 % verringert werden.

 

Um die Stuttgarter Luft effektiv und dauerhaft zu verbessern, fordert der ADAC Württemberg zudem einen konsequenten Ausbau der Integrierten Verkehrsleitzentrale und eine Modernisierung des Parkleitsystems. Ein modernes Parkleitsystem verringert effektiv den Parksuchverkehr und dient der erheblichen Verflüssigung des Verkehrsgeschehens. Ebenso gilt es, das Umsteigen auf den ÖPNV zu fördern und ein attraktives und kostengünstiges Angebot zu schaffen. Bereits heute fahren die Busse und Bahnen in Stuttgart, trotz sehr hoher Preise, an ihrer Belastungsgrenze. Ein Umstieg auf die völlig überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel ist äußerst unattraktiv. „Generell sollte für die Politik zukünftig wieder das Credo gelten, alternative Angebote zu schaffen und nicht wie bisher zu versuchen, die Bürger für ihre Mobilität zu bestrafen.“, so Roßkopf.


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