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— ADAC Württemberg —

Sommerferien-Staubilanz 2016

 

 

Für die Megastaus auf den baden-württembergischen Autobahnen an Wochenenden ist in rund 60 Prozent der Fälle ein zu hohes Verkehrsaufkommen verantwortlich. Dies zeigt die Sommerferien-Staubilanz des ADAC. Lediglich in jeweils rund 20 Prozent sind Unfälle oder Baustellen die Ursache.

Die Ergebnisse der Sommer-Staubilanz (24. Juni bis 11. September) des ADAC widerlegen somit die Annahme mancher Verkehrsteilnehmer, dass Baustellen Hauptursache für die Bildung eines Staus sind. In Hinblick auf die Herbstferien und die damit drohenden Staus auf den Fernstraßen sollten Autofahrerinnen und Autofahrer deshalb besonders aufmerksam die jeweilige Stausituation im Auge behalten und eventuell schnell reagieren.

Die längsten Staus im Sommer 2016 gab es am 8. Juli auf der Autobahn A8 zwischen Stuttgart-Degerloch und Rutesheim mit 19 Kilometern (Hauptgrund hierfür war eine Baustelle), am 14. August sorgte hohes Verkehrsaufkommen auf der A8 zwischen Ulm-West und Hohenstadt ebenfalls für 19 Kilometer Stau. Wegen eines Unfalls staute sich der Verkehr auf der A81 zwischen Villingen-Schwenningen und Oberndorf 18 Kilometer. Insgesamt betrug die Gesamtlänge aller Staus auf den Autobahnen des Landes im Sommer 22 000 Kilometer – dies sind fast 7 000 Kilometer mehr als im Sommer zuvor (15 112 Kilometer). Am schwersten hatten es die Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer am Wochenende vom 29. bis 31. Juli auf den baden-württembergischen Hauptrouten. An diesen Tagen gab es im Land insgesamt 21 Staus mit einer Länge von über zehn und einer Gesamtlänge von 923 Kilometern. Insgesamt zählte die ADAC Statistik im Sommer 147 Staus auf den Autobahnen im Land mit einer Länge von mehr als zehn Kilometern. Dies ist gleichbedeutend mit 6800 Staustunden. Hinter Bayern und Niedersachsen hatte Baden-Württemberg damit in diesem Zeitraum die stauanfälligsten Autobahnen.

Schlimmste Staustrecke im Sommer 2016 war die Autobahn A8 mit 67 Staus über zehn Kilometer Länge, gefolgt von der A6 (35), der A5 (27) der A7 (neun) und der A81 (acht). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Reihenfolge nicht geändert. Glücklich schätzen konnten sich die Autofahrerinnen und Autofahrer auf der A96 im Süden des Landes: Dort gab es im Sommer lediglich einen Stau mit einer Länge von mehr als zehn Kilometern.

Dennoch gab es aus Autofahrersicht auch eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der langen Sommerferien-Staus mit mehr als zehn Kilometern hat bundesweit abgenommen. Nach 932 Staus im vergangenen Jahr waren es 2016 nur noch 858, 2014 wurden 863 bilanziert.


Wer einen Stau umfahren will oder anderweitig Rat benötigt, ist bei den Stauberatern gut aufgehoben. Von Mai bis September waren sie wieder im Auftrag des ADAC Württemberg auf ihren Motorrädern unterwegs. Das Team informierte die Reisenden über die aktuelle Stausituation, mögliche Ausweichrouten und gab zudem touristische Tipps. 

Erstmals bietet der Automobilclub mit einer Stauinfo-Nummer für das Ausland die Möglichkeit, auch unterwegs aktuelle Verkehrsinformationen und Grenzwartezeiten für Österreich, Norditalien und die Schweiz abzufragen. Diese Nummer für das Ausland lautet: (0049) 89/7676-1444. Bei einem Anruf fallen nur die Kosten in das deutsche Festnetz an, eine eigene Servicegebühr wird nicht erhoben.


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