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— ADAC Württemberg —

Feinstaubalarm in Stuttgart eingeführt

 

Seit 11. Januar 2016 kann die Stadt Stuttgart Feinstaubalarm auslösen, sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) besonders schadstoffträchtige Wetterlagen vorhersagt. Ist dies der Fall, appellieren die Behörden an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung, das Auto in der Umweltzone Stuttgart möglichst nicht zu nutzen und auf den Betrieb von Komfortkaminen zu verzichten. Der Alarm wird über neue Infotafeln in der Stadt, Radioprogramme, Printmedien und über verschiedene Kooperationspartner verbreitet.

Der Feinstaubalarm hat Informationscharakter, es ergeben sich somit derzeit noch keine rechtlichen Anordnungen für die mobilen Menschen. Zu diesem Zweck gibt es diverse Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr (siehe untenstehende Links). Zusätzlich wird bei Feinstaubalarm die Stadtbahn-Sonderlinie U11 tagsüber eingesetzt und auf den S-Bahn Linien S1, S2, S3 und S5 verkehren durchgängig Langzüge. Zum Abstellen der Fahrzeuge außerhalb der Stadt bieten sich Park+Ride Parkplätze an.


Die Möglichkeit des Erwerbs von Einzeltickets des öffentlichen Nahverkehrs wurde bis einschließlich 31. März 2016 verlängert, so dass auch weiterhin Einzeltickets des öffentlichen Nahverkehrs über die moovel App zu 50 % des regulären Fahrpreises erworben werden können. Diese 50-%-Aktion gilt im gesamten VVS-Gebiet und ist ausschließlich über die moovel App verfügbar. Auch Car2go hat die Aktion der halben Preise verlängert und ermöglicht allen Kunden bis einschließlich 31. März 2016, die vollelektrischen Fahrzeuge von car2go während der Feinstaubalarme über 50 % günstiger, somit für 14 Cent pro Minute zu nutzen. Neukunden können sich an diesen Tagen zusätzlich kostenlos bei car2go anmelden. Der Promotioncode lautet: FEINSTAUB


Die Maßnahmen sind erster Schritt des neuen Luftreinhaltekonzeptes des Landes Baden-Württemberg. Bis Ende 2017 wird geprüft, ob sich der Feinstaubalarm auf die Schadstoffbelastung in der Stadt Stuttgart auswirkt. Gibt es keine gravierenden Verbesserungen, drohen ab dem Jahr 2018 neue Fahrverbote in Form einer Erweiterung der Umweltzone mit der blauen Plakette (Diesel nur noch Euro 6 und Benzin ab Euro 3). Zudem sind Fahrverbote für Fahrzeuge mit geradem/ungeradem Nummernschild denkbar sowie Fahrspuren, die nur noch für mehrfachbesetzte Fahrzeuge nutzbar sind.

Jede Autofahrerin und jeder Autofahrer sollte sich deshalb hinterfragen, ob an Feinstaubalarm-Tagen unbedingt mit dem Auto in die Stadt gefahren werden muss. Jeder Einzelne, der Alternativen an diesen Alarmtagen nutzt, mindert die Gefahr zusätzlicher Fahrverbote in der Zukunft. Neben dem öffentlichen Nahverkehr bietet sich als Alternative für kurze Strecken an, diese per Fuß oder Fahrrad zurückzulegen. Ebenso stellen Fahrgemeinschaften eine sinnvolle Alternative dar. Wünschenswert ist zudem, nötige Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeit durchzuführen.


Ausführliche Infos zum Thema finden Sie unter anderem auf der Informationsseite der Stadt Stuttgart:

 

 

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