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— ADAC Württemberg —

Club zeichnet Sportfahrer und Funktionäre aus

 

Comeback geglückt: Erstmals nach 1968 war Böblingen am vergangenen Samstag (30. Januar) wieder Austragungsort der offiziellen Meisterehrung des ADAC Württemberg. Am Schluss gab’s ausschließlich zufriedene Gesichter, denn bei der Veranstaltung lief alles wie am Schnürchen. Das Show-Programm mit den Slapstick- und Jonglage-Künstlern von „Duett Complett“ sorgte zusätzlich für Schwung. Unter den rund 400 Gästen in der Kongresshalle tummelten sich aktuelle Motorsportstars wie der frischgebackene DTM-Champion Pascal Wehrlein (Worndorf) und Sebastian Asch (holte zum zweiten Mal den Titel in den ADAC-GT-Masters), zudem Rennsportlegenden wie der einstige Le Mans-Sieger Hans Herrmann.

 

Lob für den Austragungsort gab es seitens des ADAC Württemberg von höchster Stelle. „Ein schönes Ambiente“, konstatierte dessen Vorstandsvorsitzender Dieter Roßkopf in seiner Rede, „es freut mich, mit unserer Veranstaltung in Böblingen zu sein“. Oberbürgermeister Wolfgang Lützner nahm die Komplimente gerne an, wies auf die große Auto- und Technikaffiniät der Stadt hin. Ein Extralob gab es dabei für das soziale Engagement des örtlichen Motorsportvereins. Manfred Rückle, Vorstand Sport beim ADAC Württemberg, war angesichts von über 100 zu Ehrenden regelrecht überwältigt. „Wir blicken auf ein großartiges Jahr mit Erfolgen und Megaerfolgen in vielen Motorsportarten zurück“, sagte der Neckarwestheimer, der selbst den Ehrungsmarathon in Angriff nahm.

 

Das Flair der großen, weiten Sportwelt verkörperte am Samstagabend insbesondere Pascal Wehrlein. Neben seinem Triumph bei den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), überzeugte der gebürtige Sigmaringer im vergangenen Jahr auch als Formel 1-Testfahrer. Seine Wurzeln kennt der 21-Jährige nur zu gut. „Viele Formel 1-Fahrer kommen aus Deutschland, daran sieht man, dass hier die Förderung sehr gut ist“, sagte der im Landkreis Tuttlingen lebende Top-Pilot, der einst im Kart die Basis für seine Karriere legte. Zur Meistehrung in Böblingen sei er gerne gekommen. „Am Ende einer Saison ist sie nochmals eine Bestätigung, dass man eine sehr gute Leistung erbracht hat“, unterstrich Wehrlein, der von seiner Familie begleitet wurde. Auch Sebastian Asch kann sich über den Verlauf des Jahres 2015 nicht beschweren. Der Ammerbucher triumphierte nach 2012 erneut bei den ADAC GT Masters, schrieb damit sogar ein kleines Stückchen Rennsportgeschichte. Welche Bandbreite der Motorsport im Lande hat und wie erfolgreich die Württemberger dabei sind, zeigte sich in Böblingen deutlich. Allein aus dem Landkreis Böblingen wurden mehr als ein halbes Dutzend Sportler geehrt: Max Faude als Dritter bei der Jugend-Europameisterschaft im Trial, der ebenfalls in Sindelfingen lebende Christian Oswald als Deutscher Mannschaftsmeister im Automobil-Turniersport, Tom Lautenschlager (Grafenau) wurde Fünfter der Deutschen Kartmeisterschaft, der Bondorfer Patrick Wiese fegte als Dritter der ADAC Motorboot Masters ins Ziel. Ebenso in Böblingen gefeiert wurde Nico Maier (Rutesheim, 5. Platz Deutschen Enduro-Mannschaftsmeisterschaft).

 

Dass manche Fahrzeuge nicht nur zum Freizeit- oder Rennvergnügen dienen können, zeigte sich zudem in der Kongresshalle. Dort hatte die ADAC Straßenwacht ein Quad platziert. „Es ist in dieser Form einzigartig und wird von uns in schwer zugänglichem Gelände, zum Beispiel beim bekannten South Side Festival in Neuhausen ob Eck, zur Pannenhilfe genutzt“, sagte Michael Prelop, Leiter des württembergischen Straßenwacht-Stützpunkts in Stuttgart-Plieningen. Ausgestattet ist das Quad unter anderem mit Werkzeug und Seilwinde.


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