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— ADAC Württemberg —

Sichere Schulwege

 

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Auch wenn nur etwa jedes fünfte verunglückte Kind auf dem Schulweg zu Schaden kommt und die langfristige Entwicklung der Kinderunfälle deutlich rückläufig ist, müssen weiterhin große Anstrengungen unternommen werden, um die nach wie vor hohe Zahl von Unfällen auf dem Schulweg weiter zu senken.

 

Der ADAC hat deshalb für Schulen, Eltern und Kommunen zahlreiche Anregungen für eine Verbesserung der Situation zusammengestellt.


  • Ehrenamtliche Helfer


    Erwachsene, ältere Schüler oder auch Senioren können für die Verbesserung der Schulwegsicherheit gewonnen werden:




    Schüler- und Elternlotsen
    ermöglichen jüngeren Schülern das sichere Überqueren von Straßen. Die Einsatzstandorte werden von der Polizei oder von der Kommune festgelegt.

    Busbegleiter gestalten die Busfahrt für jüngere Schüler sicherer und schützen den Busfahrer vor Ablenkung. Sie koordinieren auch das Ein- und Aussteigen.

    Schulwegbegleiter begleiten Kindergruppen (Walking Bus, Cycling Bus) auf dem Schulweg. Sie sind Ansprechpartner für die Kinder und können in kritischen Situationen eingreifen. 



  • Verkehrszeichen

    So wenig wie möglich – so viel wie nötig! 

    Das ist der Grundsatz für das Aufstellen von Verkehrszeichen in der Umgebung von Schulen. Zu viele Schilder lenken die Kraftfahrer von den wirklich notwendigen Verkehrszeichen ab. 


    Gefahrenzeichen 136 - Kinder
     

    Dieses Zeichen wird am häufigsten für die Schulwegsicherung verwendet. 

    Zeichen 274 - Tempo 30 

    Diese Maßnahme sollte auf Hauptverkehrsstraßen mit Klappschildern zur zeitlichen Begrenzung der Anordnung ergänzt werden. 

    Zeichen 356 - Verkehrshelfer 

    Dieses Zeichen weist auf Schüler- und Elternlotsen etwa 50 m vor der Querungsstelle hin.


  • Displays
    Geschwindigkeitsanzeiger:
    Diese Displays zeigen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit an. Es gibt zweifarbige Anzeiger, die mit Grün und Rot signalisieren, ob der gemessene Wert der zulässigen Höchstgeschwindigkeit entspricht. Leider gewöhnen sich Autofahrer relativ schnell an diese Anzeigen.  

    Wirksamer sind Dialogdisplays
    Diese Anzeigen arbeiten zwar ebenfalls mit den Farben Rot und Grün, zeigen jedoch keine km/h-Werte an. Sie nutzen
    das psychologisch wirksame Loben mit einem grünen „Danke“. Ein rotes „Langsam“ erscheint, wenn der Kraftfahrer zu schnell unterwegs ist.

  • Mit dem Rad zur Schule
    Gehwege müssen radfahrende Kinder bis zum achten Lebensjahr benutzen. Neun- und Zehnjährige dürfen zwischen Gehweg, Radweg und Fahrbahn wählen. 

    Tempo 30-Zonen sind für Radfahrer sicher. Problematische Abschnitte sollten mit Aufpflasterungen entschärft werden. 

    Fahrradstraßen sind eine günstige Führungsform, weil Kraftfahrer dort – sofern überhaupt zugelassen – nur mit Tempo 30 fahren dürfen. 

    Radwege sollten entlang von Hauptstraßen vorhanden sein: 
    • Regelbreite: mindestens zwei Meter (1,6 Meter bei geringem Radverkehr)
    • ausreichende Trennstreifen zum ruhenden und fließenden Verkehr
    • gute Sicht an Einmündungen
    Radfahrstreifen sind Alternativen, wenn gute Sichtbeziehungen auf einem Radweg nicht zu realisieren sind.

  • Zebrastreifen

    Zebrastreifen sind mindestens genauso sicher wie Fußgängerampeln, wenn sie richtig angelegt sind.




    Empfehlungen für den Einsatz:
    - 50 bis 150 querende Fußgänger und
    - 300 bis 600 Kraftfahrzeuge
    pro Spitzenstunde. 

    Schulkinder müssen lernen, dass sie zwar „Vorfahrt“ haben, aber nur wenn sie Folgendes beachten:

    • bis auf eine Schrittlänge an die Straße herantreten
    • anschließend den Arm ausstrecken, um die Querungsabsicht zu zeigen

  • Schulwegepläne
    Der Schulwegplan ist ein spezieller Stadtplan, der die sichersten Wege zur Schule aber auch die gefährlichen Stellen aufzeigt. Damit können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg einüben.



    Kinder sollen dabei lernen, dass sie
    • die Straße nur an bestimmten Stellen überqueren sollen
    • niemals zwischen parkenden Fahrzeugen oder bei „Rot“ auf die Straße laufen
    Schulwegpläne zu erstellen, ist eine komplexe Aufgabe. Es hat sich bewährt, dafür einen Arbeitskreis „Schulwegsicherung“ einzurichten,  in dem Vertreter der Elternschaft der Schüler, der Polizei sowie der Fach- und Verkehrsbehörden vertreten sind.

  • Hol- und Bringzonen
    Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Gehalten wird häufig an Bushaltestellen, im Haltverbot, auf dem Zebrastreifen oder in zweiter Reihe!

    Damit gefährden diese „Elterntaxis“ nicht nur die anderen Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen, sondern letztendlich auch ihre eigenen.

    Deshalb setzt sich der ADAC für die Einrichtung von „Hol- und Bringzonen“ ein. Diese Zonen sollten mit einem Verkehrsschild (siehe Abbildung) gekennzeichnet werden und sich etwa 250 Meter von der Schule entfernt  befinden. 


 

Empfehlenswerte Beispiele für aussagekräftige Schulwegpläne finden Sie auf der Internetseite der Landeshauptstadt Stuttgart:

 

 

*Durch Anklicken des Links werden Sie zur externen Internetseite Museums-Pass weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.


Tipp: Hier können Sie sich den Schulweg-Ratgeber herunterladen. Er enthält viele Informationen für die Eltern.

Der Club empfiehlt, mit den Kindern den Schulweg kontinuierlich zu üben.

 


Bei Rückfragen kontaktieren Sie:

ADAC Württemberg e. V.  
Frau Grigori
Telefon 07 11 / 28 00 - 1 51
Fax: 07 11 / 28 00 - 1 45

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