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— ADAC Württemberg —

Höllberg an der Spitze - Drackensteiner Hang im tiefen Tal


Der ADAC hat 50 unbewirtschaftete Rastplätze an Autobahnen getestet, darunter drei in Württemberg. Von diesen erzielte die Anlage Höllberg (A8 zwischen Leonberg und Pforzheim) mit der Note „gut“ das beste Ergebnis. Nur eine durchschnittliche Bewertung erhielt die Anlage Bauernwald Nord an der A6 bei Bad Rappenau. Die Anlage Drackensteiner Hang (A8 zwischen Ulm und Stuttgart) belegte bundesweit den letzten Platz. Urteil der Prüfer: sehr mangelhaft.

Der Rastplatz bei Hohenstadt auf der Schwäbischen Alb erreichte nicht einmal die Hälfte der Bewertungspunkte. Defizite stellten die Prüfer bereits bei der Anfahrt fest. Auf dem Hinweisschild an der Autobahn fehlten der Name der Rastanlage und der Hinweis auf das Behinderten-WC. Zudem gab es dort keine eigenen Parkplatzbereiche für Pkw, Pkw mit Anhängern und Busse sowie auch keine Behinderten-Parkplätze. Die Gehwegplatten waren zum großen Teil bewachsen und oft so stark beschädigt, dass Stolpersteine daraus wurden. Für die Rast standen den Benutzern lediglich eine Sitzgarnitur und wenige ungepflegte und schmutzige Bänke zur Verfügung. In den Sanitäranlagen fehlten Seifenspender und Handtrockner. Die Behinderten-Toilette war nicht nur nicht beschildert, sondern auch nur eingeschränkt bedarfsgerecht. Die Anlage war unübersichtlich, in Teilen schlecht einsehbar und nicht beleuchtet sowie nicht gegen Lärm geschützt. Der zu kurze Beschleunigungsstreifen in der Autobahnauffahrt brachte der Anlage im Test weitere Minuspunkte ein.


Höllberg in der oberen Hälfte

Ganz anders sah es bei den Checks auf dem Rastplatz Höllberg aus. Für den Bundessieg reichte das Testergebnis zwar nicht ganz aus, die Anlage gehört jedoch zur Spitzengruppe. Der Platz wirkte bei den Tests gepflegt und sauber, ebenso wie der Sanitärbereich. Die Hygienewerte an den Türklinken waren akzeptabel. Positiv fiel den Testern der effektiv gegen Lärm geschützte Parkplatzbereich auf. Eine Notrufsäule in zentraler Lage rundete das positive Bild ab. Einzig die geringe Zahl an Bänken und Tischen sorgte für ein Minus in der Bewertung.

Der Rastplatz Bauernwald Nord reihte sich im Test-Mittelfeld ein. Guter Lärmschutz, akzeptable Hygienewerte an den Türklinken sowie eine Notrufsäule in zentraler Lage sorgten für Pluspunkte. Negativ fiel den Prüfern auf, dass keine Parkplätze für Pkw mit Anhängern ausgewiesen, die Sanitäranlagen insbesondere beim zweiten Test nicht sauber waren und ein Wasserhahn beim ersten Test nicht funktionierte. So gab es für Bauernwald Nord lediglich die Testnote ausreichend.


Informationen zum Test

Mit seinem jüngsten Test von unbewirtschafteten Rastplätzen an deutschen Autobahnen griff der ADAC die Beschwerden seiner Mitglieder über ungepflegte Örtlichkeiten auf. Dafür inspizierten die ADAC Experten insgesamt 50 Rastanlagen mit Toiletten in elf Bundesländern. Alle liegen an Hauptreiserouten. Mit dem Test vor Ort und der Auswertung der Daten beauftragte der ADAC die LK Argus, ein überregional tätiges Ingenieur- und Planungsbüro, das sich mit allen Facetten der Straßenverkehrsplanung beschäftigt.

Die Testmethodik wurde auf Basis rechtlicher und fachlicher Grundlagen sowie der ADAC Verbraucherschutzstandards entwickelt. Um Zufallsergebnisse abzumildern, wurde jede Rastanlage zwei Mal getestet: einmal in den Sommerferien zwischen dem 8. und dem 31. August 2017, ein zweites Mal in den Herbstferien zwischen dem 9. Oktober und dem 2. November. Dabei arbeiteten die Experten eine Checkliste ab. Sie gliedert sich in die Kategorien Sanitäranlagen (50 Prozent), Außenanlage (25 Prozent), Verkehr und Parken (Gewichtung 15 Prozent) sowie persönliche Sicherheit (10 Prozent). Der Beurteilung zur Barrierefreiheit wurde die DIN-Norm für die Gestaltung barrierefreier Sanitäranlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden zugrunde gelegt.


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