DruckenPDF

Aktive Teilnahme am Straßenverkehr üben

Schulwegtraining


Die ADAC Verkehrsexperten empfehlen, den Schulweg schon vor dem Schulanfang zu üben und die Kinder je nach Bedarf noch längere Zeit zu begleiten. Auf dem Weg sollten Gefahrenstellen besprochen werden, jedoch ohne den Kindern Angst zu machen. Zeigen sich die Kinder schon einigermaßen sicher, können sich Begleitpersonen immer mehr zurückhalten und im Hintergrund kontrollieren. Als spielerische Übung können Eltern einen Rollentausch anbieten, bei dem die Kinder die Erwachsenen führen und auf Gefahren hinweisen. Die Kinder müssen sich dabei aktiv und mit Verantwortung auf das Verkehrsgeschehen einlassen, die Eltern sind aber in der Nähe und können eingreifen, wenn es brenzlig wird. Die meisten Unfälle passieren beim Überqueren der Fahrbahn. Deshalb sollte diese Situation gut geübt werden. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt Kindern nicht nur der nötige Überblick, sie werden auch von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Deshalb sollte die Straße dort überquert werden, wo beide Straßenseiten überschaubar sind. Straßen sollten immer auf dem kurzen geraden Weg und nicht schräg überquert werden. 


Wohnen die Kinder zu weit entfernt von der Schule und sind deshalb auf das „Elterntaxi“ angewiesen, sollten die betreffenden Eltern zumindest nicht direkt vor der Schule halten. Andernfalls entstehen dort gefährliche Situationen für alle Kinder, wenn es zu unübersichtlichen Halte- und Wendemanövern kommt. Besser ist es, die Kinder in 200 bis 300 Meter Entfernung vom Schultor abzusetzen. Sie können dann den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen, eventuell gemeinsam mit anderen Kindern, die sie dort treffen. Zusätzliche Straßenüberquerungen können vermieden werden, wenn die Straßenseite angesteuert wird, an der die Schule liegt. 


An die Autofahrer appelliert der Automobilclub besonders in der Umgebung von Schulen und wo Schulkinder unterwegs sind, erhöhte Vorsicht walten zu lassen, mit den Schwächen der Kinder zu rechnen und stets bremsbereit zu sein.


Die 10 wichtigsten Tipps fürs Schulwegtraining121 KB, PDF

ADAC Schulwegratgeber5 MB, PDF


Hol- und Bringzonen für Elterntaxis 


Schild-HBZ-283x283.jpg


Der ADAC setzt sich für speziell ausgewiesene Hol- und Bringzonen ein, die in rund 250 Meter Entfernung von der Schule eingerichtet werden. Hier können Eltern ihre Kinder absetzen und wieder einladen, ohne selbst ein Verkehrsrisiko im Umfeld der Schule darzustellen. Für die Kinder bietet der „Mini-Schulweg“ immerhin ein kleines Stückchen Freiheit und die Möglichkeit, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen. 


Der ADAC Pfalz hat die Einrichtung von Hol- und Bringzonen an der Grundschule in den Pirmasenser Ortsteilen Gersbach und Winzeln finanziell unterstützt und hofft auf „Nachahmer“. Interessierte Schulen und Eltern wenden sich an die Verkehrsabteilung des ADAC Pfalz in Neustadt unter der Telefonnummer 06321 89 05 23.



Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität