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ADAC NRW - Sicherheit, Verkehr und Umwelt

Der ADAC setzt sich unermüdlich für die Interessen der mobilen Menschen und die Verkehrssicherheit ein. Denn Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen und Garant für Wohlstand, kulturelle Teilhabe und sozialen Austausch. Aktuelle Themen und Aktionen finden Sie hier.

ADAC Nordrhein bezieht Stellung zu Diesel-Fahrverboten, Grenzwerten und Messstellen


Stellungnahme des ADAC Nordrhein zur aktuellen Diskussion rund um Diesel-Fahrverbote, Stickstoffdioxid-Grenzwerte, Schadstoff-Messstellen und die Berufungsverfahren gegen die Urteile zu Fahrverboten in Köln, Bonn und Essen.


1. Berufungsverfahren gegen Fahrverbotsurteile sind eine Chance und keine Alibi-Veranstaltung

Kommunen und Bezirksregierungen kommunizieren bislang nicht transparent, was aktiv unternommen wird, um Fahrverbote zu verhindern. Stattdessen wird im Hintergrund mit Hochdruck an der Vorbereitung von Ausnahmeregelungen gearbeitet. Dabei sollte die Abwendung vermeidbarer Fahrverbote und der damit verbundenen Belastungen für die Bürger Vorrang haben. Die Kommunen gehen aber offenbar schon selbst von Fahrverboten aus. Das ist nicht hinnehmbar! Ein Berufungsverfahren ist keine Alibi-Veranstaltung, sondern eine echte Chance. Deshalb fordert der ADAC Nordrhein, dass Kommunen und Bezirksregierungen gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, um dem Berufungsgericht rechtzeitig die notwendigen Fakten und Argumente für eine neue Entscheidung vorzulegen.


2. Kommunen und Bezirksregierungen müssen Maßnahmen zur Luftreinhaltung schleunigst nachholen

Es kann nicht sein, dass die Situation seit 2007 bekannt ist, Institutionen wie der ADAC oder die Handwerkskammer sinnvolle Maßnahmen vorschlagen, die Vorschläge aber nicht ernsthaft geprüft, sondern mit Argumenten wie ‚zu teuer‘ oder ‚zu langwierig‘ ad acta gelegt werden. Intelligente Verkehrsleitsysteme können die NOx-Emissionen um mehr als 30 Prozent senken. Auch in Sachen Antriebswende, Umrüstung kommunaler Flotten, ÖPNV und Radinfrastruktur hinken wir hinterher. Für die versäumten Investitionen der letzten zehn Jahre muss jetzt der Verbraucher bitter bezahlen. Kommunen und Bezirksregierungen müssen in effektive und damit ggf. auch kostspielige Maßnahmen investieren, die kurz- und langfristig zu messbaren Verbesserungen der Luftqualität führen.


3. Schadstoffmessungen: Nicht nachvollziehbare Hochrechnungen

Aktuell wird anhand von Messwerten weniger Standorte mit nicht nachvollziehbaren Rechenmethoden die Schadstoffbelastung auf die gesamten Innenstädte hochgerechnet. Der ADAC Nordrhein fordert nicht nur vereinzelte Messungen der Luftqualität, sondern flächendeckende Untersuchungen, die ein realistischeres Bild der Emissionslage in den betroffenen Städten liefern. Punktuelle Grenzwertüberschreitungen rechtfertigen keine großflächigen Fahrverbotszonen wie in Köln oder Essen. Derartige Sperrungen würden zu mehr Umfahrungsverkehr führen, und zwar auf Strecken, die gar nicht dafür ausgelegt sind. Dort steigt dann nicht nur die Schadstoffbelastung, sondern auch die Unfallgefahr.


4. Expertenstreit zeigt: EU-Kommission muss Basis der Grenzwerte überprüfen

Der heftige Expertenstreit um die Herleitung der Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub und die Auswirkungen auf die Gesundheit führt zu noch mehr Verunsicherung bei den Menschen. Die EU-Kommission muss deshalb zeitnah die wissenschaftliche Basis der Grenzwerte überprüfen und mit belastbaren Fakten für Klarheit sorgen.


5. Verhältnismäßigkeit überprüfen: A 40 kann nicht einfach gesperrt werden

Bundesfernstraßen mit überregionaler Bedeutung wie die A 40 können nicht ohne weiteres gesperrt werden. Diese Maßnahme würde das gesamte Ruhrgebiet in ein noch größeres Verkehrschaos stürzen. Ob diese Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen rechtlich angemessen und verhältnismäßig ist, müssen die nächsten Instanzen klären. Das Urteil ist juristisch höchst umstritten.


6. Fahrverbote erst ab 50 Mikrogramm: Gesetzesentwurf der Bundesregierung ist keine willkürliche Verschiebung des Grenzwertes

Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes unter Beachtung der Grenzwerte und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit. Die Begrenzung der Möglichkeit von Fahrverboten auf Gebiete mit einer Überschreitung von mehr als 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft ist keine willkürliche Verschiebung des EU-Grenzwertes. Der Vorschlag trägt nach Auffassung des ADAC nachvollziehbar dem Umstand Rechnung, dass Städte mit einer darunterliegenden Überschreitung des Grenzwerts schon Maßnahmen ergriffen haben bzw. noch nutzen können, um diesen kurzfristig einzuhalten. Es ist vor allem eine Frage der Zeit, wie schnell die beschlossenen oder in Vorbereitung befindlichen Maßnahmen dazu führen, die Vorgaben zur Luftreinhaltung zu erreichen. Mit der Regelung werden kurzfristige Fahrverbote vermieden, die nach wenigen Monaten wieder aufgehoben werden müssten, wenn die Maßnahmen der Städte Wirkung zeigen und die Stickstoffdioxid-Belastung unter den Grenzwert fällt.


7. Hardware-Nachrüstungen: Schluss mit der Blockadehaltung einiger Autohersteller

Trotz Rabatten und Prämien kann sich längst nicht jeder Dieselbesitzer ein neues Fahrzeug leisten. Die Blockadehaltung einiger Autohersteller gegenüber der hochwirksamen Hardwarenachrüstung muss aufhören. Sie haben schließlich den Schaden verursacht. Es darf nicht sein, dass die betroffenen Dieselfahrer je nach Automarke für die Kosten der Nachrüstung aufkommen müssen. Auch die Bundesregierung ist weiter gefordert: Anpassungen der Fahrzeugpapiere oder generelle Ausnahmetatbestände für Fahrverbotszonen sind zwingend erforderlich, damit die umgerüsteten, schadstoffarmen Autos, sollte es dazu kommen, dann auch unkompliziert diese Zonen befahren dürfen.


Hilfe beim privaten Laden von Elektro-Fahrzeugen


Der ADAC in NRW und der Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW kooperieren beim Thema Elektromobilität. ADAC Mitglieder erhalten auf Vermittlung des Automobilclubs eine kostenfreie Erstberatung bei einem zertifizierten Elektro-Fachbetrieb für das private Laden von E-Fahrzeugen. "Bei der Entscheidung für oder gegen ein Elektroauto spielt die Ladesituation eine wichtige Rolle. Rund 80 Prozent aller Besitzer laden ihre Fahrzeuge nicht an öffentlichen Ladepunkten, sondern zu Hause. Das ist deutlich günstiger und bequemer. In der Nacht kann das Auto in der Garage, unter dem Carport oder auf dem eigenen Stellplatz mit Strom versorgt werden", erklärt Bernd Fronhoffs, Vorstand Technik und Verkehr des ADAC Nordrhein.


Mitglieder können sich unter 0800 33 100 44 99 oder per Mail (ladenzuhause@nrh.adac.de) kostenlos an den Automobilclub wenden. Der ADAC in NRW stellt anschließend den Kontakt zu einem geschulten Elektro-Fachbetrieb in der Nähe her. Dieser führt dann eine kostenfreie Erstberatung (telefonisch oder vor Ort) zur Installation eines häuslichen Ladepunktes durch.


"Die Elektromobilität hat das Potenzial, einen wesentlichen Beitrag für Klima- und Umweltschutz zu leisten. Allerdings ist jede Immobilie anders und hat ihre eigenen speziellen Anforderungen bei der Installation einer Ladeinfrastruktur. Deshalb beraten wir die ADAC Mitglieder vor dem Kauf eines Fahrzeuges, wie dieses schnell und sicher geladen werden kann", sagt Lothar Hellmann, Präsident des FEH NRW.


Vizepräsident Martin Böhm ergänzt: "Beim Laden von E-Fahrzeugen wird eine hohe Energiemenge übertragen. Für das schnelle und sichere Laden muss eine sogenannte Wallbox verwendet werden, eine übliche Haushaltssteckdose ist dafür nicht geeignet. Und die Kabel und Leitungen müssen dazu passen, sonst besteht Brandgefahr."


Weitere Informationen rund um das Thema Elektromobilität finden Siehier.


Den Flyer können Sie hier herunterladen: Flyer "Zu Hause laden"pdf, 1014 KB


Aktion für Schüler: „Mobil mit Köpfchen“

Wie sieht CO2 aus? Wie viel Abgase stößt ein Automotor bei 1000 Umdrehungen/Minute aus? Ab welcher Musiklautstärke kann man im Auto Außengeräusche nicht mehr hören? Fragen wie diese werden bei „Mobil mit Köpfchen“, der neuen, kostenfreien Aktion des ADAC Nordrhein an Schulen, praxisnah beantwortet. So soll das Verantwortungsbewusstsein der Schüler geschärft werden.

Das Programm richtet sich an Schüler zwischen 16 und 19 Jahren, Infos und Anmeldung unter Tel. (02 21) 47 27-620  


Per App Mängel melden

Tiefe Schlaglöcher, unlesbare Straßenschilder, unverständliche Ampelschaltungen? Über die vom ADAC in NRW entwickelte App „Läuft’s?“ können Mängel gemeldet werden. Die Nachricht wird an die zuständige Behörde weitergeleitet. Mehr

Verbesserung der Luftqualität

Grundlegende Leitlinie für die Reduktion von Luftschadstoffen muss es sein, die Emissionen zu senken, ohne die Mobilität zu beschränken. Die Experten des ADAC Nordrhein haben Informationen zusammengestellt. Mehr

Verkehrspolitische Empfehlungen

Der ADAC in NRW hat im Zuge der Landtagswahl die wichtigsten Punkte für eine leistungsfähige, umweltfreundliche, bezahlbare und sichere Mobilität in einer Broschüre (PDF, 1070 KB) zusammengestellt.

Zahlen, Fakten, Wissen aus NRW



Ganz schön trocken: Oder woran denken Sie beim Stichwort Statistik? Lassen Sie sich vom Gegenteil überzeugen! ADAC Experten haben wichtige Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zusammengetragen und verglichen.

Wussten Sie schon, dass die Einwohner von Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt die meisten der täglichen Wege mit dem eigenen Fahrzeug zurücklegen und diese bis zum Jahr 2030 noch zunehmen werden? Dass es in NRW mehr als 2600 Carsharing-Fahrzeuge gibt und somit etwa ein Fünftel aller in Deutschland registrierten Carsharing-Autos auf nordrhein-westfälischen Straßen fährt? Oder dass Köln die „Pendler-Hauptstadt“ in NRW ist und hier täglich etwa 311 000 Menschen zum Arbeiten einpendeln?

Diese und weitere interessante Informationen, Statistiken und Grafiken rund um den Verkehr in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland finden Sie in der aktuellen Broschüre „Zahlen, Fakten, Wissen“. Sie kann per E-Mail an vku@nrh.adac.de bestellt werden.

Sie möchten sich vor Ort engagieren?

Bitte sprechen Sie uns einfach an! Über das Online-Formular nehmen Sie direkt Kontakt zu Ihrem ADAC in NRW auf.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Unsere Themen für Sie:

Jugend-Fahrradturnier

Für die meisten Kinder ist das Fahrrad das erste Verkehrsmittel. Damit sie im Straßenverkehr zurechtkommen, müssen sie die Regeln kennen. Der ADAC bietet deshalb mit dem Fahrradturnier ein praxisnahes Übungsprogramm an. Mehr

Rettungsgasse

Bildung einer Rettungsgasse

Nach einem Unfall kommt es manchmal auf jede Sekunde an. Viele Autofahrer wissen nicht, dass sie eine Rettungsgasse bilden müssen. 

Bildung einer Rettungsgasse: So geht's!  PDF, 1640 KB 


Fahrradfahren - aber sicher

Fahrradfahren - aber sicher

Leider kommt es immer wieder zu schweren Fahrrad-Unfällen. Viele Radfahrer erleiden Kopfverletzungen. Besonders wichtig ist deswegen das Tragen eines Fahrradhelms. 
  So schützt ein Fahrradhelm  PDF, 5530 KB 

ADAC Mitfahrclub

ADAC Mitfahrclub

Fahrgemeinschaften senken die Spritkosten, entlasten die Straßen und schonen die Umwelt. Dabei ist Mitfahren und Mitnehmen ist nicht nur für junge Leute eine attraktive Reisemöglichkeit.
http://mitfahrclub.adac.de*

Toter Winkel

Achtung! Toter Winkel

Der "Tote Winkel" ist häufig die Ursache von schweren Unfällen. Gerade im Kreuzungsbereich ist für Fußgänger und Radfahrer Vorsicht geboten. Der ADAC Flyer gibt wichtige Tipps.
  Toter Winkel  PDF, 1790 KB


Umweltzone

Umweltzonen in NRW

Fahrzeuge ohne die passende Plakette bleiben aus den Umweltzonen ausgesperrt. Nach und nach wurden die Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet und in vielen Kommunen zusätzlich verschärft. Mehr 


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