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ADAC unterstützt Projekt gegen Wildunfälle in Dessau-Roßlau

Plötzlicher Wildwechsel zählt zu den häufigsten Unfallursachen außerhalb von Ortschaften. Allein im Bereich Dessau-Roßlau ereigneten sich in diesem Jahr 1.819 Wildunfälle. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt möchte gemeinsam mit der Straßenverkehrsbehörde, der Landesstraßenbaubehörde, der Polizei und der Forstbe-hörde einen der Unfallschwerpunkte an der Landstraße L 135 zwischen Sollnitz und Retzau entschärfen. Spezielle blaue Reflektoren sollen Schlimmes verhindern.


Auf dem 400 Meter langen Streckenabschnitt ereigneten sich in diesem Jahr 5 Unfälle mit Wild. Heute wurden deshalb an den Leitpfosten Reflektoren angebracht. Von dem blauen Licht irritiert, verharren die Tiere erfahrungsgemäß am Straßenrand und wechseln nicht sofort über die Straße. Auto- und Motorradfahrer haben so die Chance, das Wild frühzeitig zu sehen und ihr Tempo zu drosseln.


Wildtiere können nur grüne und blaue Farbtöne sehen, letztere aber bis in den UV Bereich. Rot und Orange entfallen ganz, diese werden nur als Grün-Abstufungen gesehen. Dagegen ist Blau eine regelrechte Schreckfarbe, es wird – da es in der Natur praktisch nicht vorkommt – sofort als fremd und daher potentiell gefährlich empfunden. Dies hat zur Folge, dass das Wild am Fahrbahnrand verharrt, bis die Gefahr vorüber ist.


ADAC-Sicherheitstipps

Jeder Verkehrsteilnehmer ist angehalten, in Gebieten, in denen mit Wildwechsel zu rechnen ist, mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gibt folgende Tipps:

• Fahrbahnränder im Auge behalten und ausreichend Sicherheitsabstand zum rechten Fahrstreifen wahren
• Stets auf mehrere Tiere einstellen; Achtung: Wild flüchtet nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern oft vor dem Fahrzeug her.
• Stehen Tiere auf der Straße und herrscht kein Verkehr, dann bremsen, hupen und gegebenenfalls abblenden, damit das Wild einen Fluchtweg findet.
• Nutzen alle Vorsichtsmaßnahmen nichts, dem Tier nicht ausweichen! Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden: Lenkrad fest umgreifen und bremsen.


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