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Vorsicht während der Erntezeit

- ADAC Hessen-Thüringen -

Unfallgefahren durch landwirtschaftliche Fahrzeuge

In unserer Region ist die Ernte in vollem Gange - für Landwirte eine arbeitsintensive Zeit mit Einsatzzeiten, die bis tief in die Nacht andauern können. Mehr als in anderen Monaten sind auch die Straßen stärker belastet.  Riesige Mähdrescher und Traktorgespanne mit mehreren Anhängern sind unterwegs, auf die sich Auto- und Motorradfahrer einstellen müssen. Der ADAC nennt Verhaltensregeln, die helfen können, Unfallgefahren zu vermindern.


  • Achtung an Kreuzungen und Einmündungen
    Gefährliche Situationen entstehen oft an Feld- und Grundstückzufahrten sowie Einmündungen und Kreuzungen, wenn Fahrzeuganbauten wie Frontlader oder Mähwerke überstehen. Aufgrund der Überbreite und des riesigen Wendekreises benötigen die auch noch sehr langsam fahrenden Erntemaschinen viel Zeit für das Ab- oder Einbiegen und werden dadurch zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer.

    Deshalb sollten Auto- und Motorradfahrer an Kreuzungen, Einmündungen von  Feldwegen, in Kurven sowie vor Ein- und Ausfahrten die Geschwindigkeit drosseln und sich vergewissern, ob ein Traktor etc. kommt. Landwirten empfiehlt der ADAC, die gesetzlich vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen ihrer Fahrzeuge regelmäßig zu überprüfen, zu reinigen und vor allem auch einzuschalten.

  • Überbreite Fahrzeuge besser nicht überholen
    Wenn schwere Erntegeräte unterwegs sind, ragen deren Aufbauten oft bedrohlich weit in den Fahrstreifen des Gegenverkehrs hinein. Speziell beim Ausweichen bzw. Überholen sollten die übrigen Verkehrsteilnehmer gut aufpassen, zumal die überbreiten Erntefahrzeuge oftmals nicht ausreichend gekennzeichnet sind.

    Nähert man sich als Auto- und Motorradfahrer einem solchen Fahrzeug, sollte das Tempo frühzeitig reduziert und ausreichend Abstand gehalten werden. Von waghalsigen Überholmanövern rät der ADAC dringend ab. Wenn doch mal ein Traktor mit zwei Anhängern oder ein Mähdrescher mit Mähwerktrailer überholt werden soll, muss die Straße ausreichend breit und die Gegenfahrbahn auf eine lange Strecke gut einsehbar sein.

  • Vorsicht vor „Bauernglatteis“
    Insbesondere an Feldzufahrten können die Hinterlassenschaften von Erntemaschinen zu starken Verschmutzungen der Fahrbahn führen. Wenn sich dann verlorene Lehm- und Erdklumpen mit Feuchtigkeit zu einem Schmierfilm verbinden, verwandelt sich die Straße in eine gefährliche, mit Glatteis vergleichbare, rutschige Piste.

    Auch von Fahrzeugen rieselndes Getreide, verlorene Heuballen, Kartoffeln oder Rüben etc. können Auto-und Motorradfahrern zum Verhängnis werden. Damit die Fahrt nicht im Graben endet, gilt auch für diese Situationen: Vorausschauend fahren, Tempo reduzieren und keine waghalsigen Überhol- und Ausweichmanöver riskieren. Wie im Winter bei glatten Straßen sollte jeder jetzt bei Fahrten über Land etwas mehr Zeit einplanen.

  • ADAC Fahrsicherheitstrainings nutzen

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