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Gefahren im Herbst

Der ADAC rät zu vorausschauender Fahrweise und angepasster Geschwindigkeit


Wildwechsel, Nebel, Bauernglatteis: Insbesondere nach dem Umstellen der Uhren auf die Winterzeit lauern zahlreiche Herbstgefahren im Straßenverkehr – besondere Vorsicht ist geboten. Die Dämmerung bricht früh herein, Regen und Nebel verschlechtern die Sicht und das Wild ist aktiver. Wer sich an die Empfehlungen des ADAC hält, kommt sicherer durch den Herbst.


Bei eingeschränkter Sicht durch Nebel empfehlen sich eine vorausschauender Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit. Es gilt die Faustformel „Sichtweite ist gleich Fahrgeschwindigkeit“. Der Tacho darf demnach nicht mehr als 50 km/h anzeigen, wenn die Sicht bei unter 50 Metern liegt (§3 I 1 StVO). Orientierung liefern die Leitpfosten am Straßenrand – auf Landstraßen und Autobahnen stehen sie im 50-Meter-Abstand.


Jährlich werden rund 2.500 Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen verletzt. Erhöhtes Risiko besteht nachts und in der Dämmerung, da es hier verstärkt zu Wildwechsel kommt. Tauchen Tiere am Straßenrand auf, sollten Fahrzeugführer kontrolliert bremsen und langsam vorbeifahren. Durch Abblenden und Hupen lassen sich die Tiere von der Fahrbahn verscheuchen. Kann nicht ausgewichen werden, gilt es das Steuer festzuhalten und die Kollision mit dem Tier notfalls zuzulassen. Kommt es zum Unfall, muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei informiert werden, auch wenn das Tier im Wald verschwunden ist.


Wichtig für die Schadenregulierung mit der Versicherung ist eine Bescheinigung über den Wildunfall, welche die Polizei direkt am Unfallort ausstellt. Angefahrene Tiere sollten nicht berührt werden, sie könnten auskeilen oder Krankheiten übertragen. Rechtswidrig ist das Mitnehmen von getötetem Wild. Dieses kann als Wilderei mit Geld- und Haftstrafen bis hin zur Beschlagnahmung des Fahrzeuges geahndet werden.


Vorsicht ist im Herbst auch beim so genannten Bauernglatteis geboten: Landwirtschaftliche Fahrzeuge verschmutzen oftmals nach der Ernte die Straße mit Lehm- und Erdklumpen. Aus der Kombination von Feuchtigkeit und Schmutz entsteht dann ein gefährlicher, rutschiger Schmierfilm. 


Tipp: Ein von der Universität Kiel entwickeltes Wild- und Totfundkataster soll künftig die Basisdaten für eine spezielle Wildwechsel-App liefern, die Autofahrer vor Gefahrenstellen warnen soll. Die App der Universität Kiel steht für Jedermann unter dem Suchbegriff 'Totfund-Kataster' in den App-Stores von Apple und Android zur Verfügung.


Achtung: Wildwechsel!

ADAC rät zu vorausschauender Fahrweise. Lesen Sie  HIER die ADAC Pressemeldungen zum Thema.


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