Visualisierung des Zustandes im Jahr 2010

 


Seit dem Fall der Mauer und dem Beginn des neuen Zusammenwachsens der Metropole Berlin, also seit nunmehr 20 Jahren, kämpft der ADAC für die Schaffung eines zukunftsorientierten komplexen Mobilitätssystems.  
 
Berlin muss mit der globalen Entwicklung Schritt halten können.
 
Das gilt für die Lebensqualität, für die Infrastruktur, also Wirtschaft und Tourismus, sowie für eine zukunftsfähigeVerkehrsplanung, die nicht nur die ehemalige Mauerstadt Berlin, sondern die gesamte Metropolregion Berlin-Brandenburg abbildet.
 
Die einheitlicheVerkehrslösung für den gesamten Ballungsraum Berlin-Brandenburg sichert den Anschluss aller städtischen Bezirke an die Entwicklungsgebiete der Region.
 
Die Infrastruktur wurde jahrzehntelang vernachlässigt.
 
Der Straßenzustand ist desolat. Was uns noch mehr ärgert ist, dass die öffentliche Hand kein ernstzunehmendes Konzept vorlegt, diesen Mangel endlich abzustellen.
 
Das Ergebnis sehen wir jetzt: die Folgen eines harten Winters.
 
Und „nur“ 450 Mio. Euro wären verteilt über 3 Jahre notwendig, die Straßen gegen genau dieses Winter-Wetter resistent zu machen. Im gleichen Zeitraum hat der Fiskus am Autoverkehr in Berlin über 1 Milliarde Euro eingenommen!
 
Die seit einem Jahr andauernde S-Bahn-Katastrophe zeigt sehr deutlich, wie angreifbar das vorhandene System ist. Berlin hat keinerlei Rückfall-Ebenen für den Fall des Versagens eines Systems. Die Ausfälle der S-Bahn sind nicht zu kompensieren. Überfüllte Nahverkehrsmittel und Straßen nerven die Bürger – kosten wertvolle Zeit und ein Ende ist nicht in Sicht. Die täglichen Staukosten allein im Ballungsraum Berlin werden auf über 7 Milliarden Euro  jährlich geschätzt, das ist ein Benzin-Mehrverbrauch von über 2 Mio. Liter Benzin! Dies bedeutet umgerechnet 5.000 Tonnen CO2 pro Tag!
 
(Quelle: SIEMENS 2005 – Staukosten BRD).
 
 
Die Bürger, und insbesondere unsere ADAC-Mitglieder, haben keine Geduld mehr – es reicht! Was ihnen tagtäglich auf den Wegen zur Arbeit zugemutet wird, ist nicht mehr in Worte zu fassen und wird als Ignoranz der Politik empfunden.
 
Seit Jahrzehnten verstrickt sich die Berliner Verkehrspolitik in Detaildiskussionenje nach Intensität der aktuellen Forderungen aus dem öffentlichen Raum.
 
Wir erwarten von der Politik endlich mehr Mut zur Vernunft: Wir brauchen ein Gesamtkonzept aus einem Guss, kein Klein-Klein und keinen Flickenteppich, kein heute „mehr Straßenrückbau“, morgen „ergänzender Straßenbau“ und übermorgen  „mehr Radwege“. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, das den Ansprüchen aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig gerecht wird:
Vom Kind bis zum Senior, vom Fußgänger, über den Radfahrer und Nutzer des ÖPNV bis zum Pkw- und Wirtschaftsverkehr.
 
Der ADAC hat sich darüber Gedanken gemacht und hat eigene Vorschläge erarbeitet. 
 
Unser Konzept heißt:
„Wege in die Zukunft – Mobilitätsplanung Berlin – Brandenburg 2030“
 
Wir werden Ihnen unsere Vorstellungen zur Entwicklung des gesamten Verkehrssystems in einzelnen Etappen bis zum Jahr 2030 erläutern.
 
Dabei berücksichtigen wir ausdrücklich den Ballungsraum Berlin und das Umland als Einheit, wir betrachten die Mobilitätsentwicklung für alle Verkehrsarten.
 
Es geht also nicht nur um das Auto, sondern auch um das Fahrrad, um den Öffentlichen Nahverkehr und um den Wirtschaftsverkehr.
 
Es geht um den Berufspendler aus dem Umland, um Touristen und die Bürger der gesamten Region.
 
Es geht um eine lebenswerte, zukunftsorientierte Verkehrsplanung für die nachfolgenden Generationen.      

 

 


Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität