Lösungsvorschläge

 


Brandenburgs Straßennetz ist in drei Kategorien eingeteilt:

 

  • Blaues Netz (Bundesautobahnen und die wichtigsten Bundesstraßen)

  • Grundnetz (3000 km, Bundesstraßen und wichtige Landesstraßen)

  • Grünes Netz (2900 km, Landes-, Kreis- und Kommunalstraßen)

 

Das Blaue Netz muss an mindestens acht Abschnitten ergänzt werden, weil es sonst den Transitverkehr nicht bewältigen kann:

 

  1. Die A10 bzw. A24 zwischen Kreuz Schwanebeck und Dreieck Wittstock

  2. Die A11 zwischen Dreieck Schwanebeck und Stettin

  3. Die A12 zwischen Schönefelder Kreuz und der polnischen Grenze

  4. Die A13 bzw. A15 zwischen dem Schönefelder Kreuz und der polnischen Grenze

  5. Die A14 zwischen Wittenberge und Dreieck Schwerin

  6. Die durchgehende Fertigstellung der Oder-Lausitz-Verbindungsstraße B112 und deren  
    nördliche Verlängerung B167 über Eberswalde bis Neuruppin

  7. Der Ausbau der B189 von Wittenberge über Perleberg und Pritzwalk bis nach Wittstock

  8. Der Ausbau der B87 von Frankfurt/Oder über Lübben und Herzberg/Elster bis zur 
    Landesgrenze von Sachsen

 

Die erwartete Verdreifachung des LKW-Verkehrs führt zu einem zusätzlichen Bedarf von rund 2000 Parkplätzen und weiteren Tank- und Rastanlagen im Netz der Brandenburger Autobahnen.
Diese Maßnahmen kosten bis 2030 jährlich rund 350 Millionen Euro. Lediglich 5 Millionen Euro jährlich sind ab 2013 vom Land Brandenburg eingeplant. Das fehlende Geld ist gegenüber dem Bund konsequent einzufordern, um eine wettbewerbsfähige Infrastruktur zu sichern.

Für die Anbindung an die Kernregion Berlin/Potsdam und die Verbindung der Regionen untereinander sind im Grundnetz folgende Strecken neu- oder auszubauen:

 

  1. Die L33 zwischen Landesgrenze Berlin und dem Berliner Ring A10.

  2. Die L20 zwischen Falkensee und Landesgrenze Berlin.

  3. Eine Verbindung zwischen Rathenow und der A 2 als Ersatz für die B 102.

  4. Die B 96 zwischen Nassenheide und Landesgrenze Mecklenburg – Vorpommern.

 

Diese vier Projekte bedeuten Investitionen in Höhe von ca. 23 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt sowie 280 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Für die Instandhaltung des Grundnetzes müssen jährlich 150 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung stehen. Das ist nicht einmal die Hälfte des Steueraufkommens, das das Land durch den Straßenverkehr einnimmt.

Der ADAC wird den Kommunen Möglichkeiten vorstellen, wie auch mit geringeren Kosten Sanierungen möglich sind. Wirtschaftswissenschaftler haben errechnet: 1 Euro Investition der öffentlichen Hand in die Infrastruktur löst durchschnittlich 6 Euro Investition aus privater Hand aus!

 


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