Situation der Berufspendler

 


Für die momentan 200.000 Berufspendler, deren Zahl sich bis 2030 auf 215.000 erhöhen wird, sind drei Kernprobleme erkennbar: 

  1. Das moderne Berufsleben erfordert häufig variable Arbeitszeiten und ein hohes Maß an Flexibilität. Der kaum ausgebaute Nahverkehr im ländlichen Raum ist diesem Anspruch schlicht nicht gewachsen. Deshalb sind die Berufspendler auf die Nutzung des Autos angewiesen – mindestens bis zu einem stadtnahen Haltepunkt von Regionalexpress oder S-Bahn. Viele Berlin-Pendler haben diese Variante als einzige Lösung für sich erkannt. Sie müssen notgedrungen kleine Parkplätze in der Nähe der Schnellbahnstationen nutzen. Da diese aber schnell überfüllt sind, sind sie gezwungen, entweder wild und nahezu unzumutbar im Umfeld der Bahnhöfe zu parken oder doch mit dem Auto in die Stadt zu fahren. 
  2. Dieser Konflikt verschärft sich zusätzlich durch das Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs. Außerhalb der Stadtgrenze Berlins ist eine Monatskarte für Bus und Bahn 17,- teurer. Das führt dazu, dass die Pendler versuchen, innerhalb Berlins vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Denn dadurch spart jedes Familienmitglied über 200,- € pro Jahr. 
  3. Insbesondere in den Sommermonaten würden viele Berufspendler auch das Fahrrad nutzen. Leider gibt es auch für Räder nicht genügend gute Abstellmöglichkeiten. 

Fazit: Da viele Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel aus objektiven Gründen nicht konsequent umsteigen können, müssen alternative Angebote organisiert werden.

 


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