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Mit intelligenten Konzepten gegen die Parkplatznot


ADAC zeigt auf Fachveranstaltungen, wie Stellflächen durch professionelles Parkraummanagement effektiv genutzt werden können.
 
Das knappe Parkraumangebot und der damit einhergehende Parksuchverkehr haben in vielen Städten Deutschlands beängstigende Ausmaße angenommen. Immer mehr Autofahrer beklagen sich über ärgerliche Zeitverluste bei der Parkplatzsuche. Anwohner fühlen sich durch Lärm und Abgase gestört und beschweren sich selbst über zu wenige Stellplätze. Der Einzelhandel sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe haben ein Interesse daran, die Erreichbarkeit der Zentren auch mit dem Auto sicherzustellen – immerhin hat der Pkw auch in den Innenstädten einen Wegeanteil von 50 Prozent. Der ADAC versucht, die berechtigten Ansprüche und Wünsche der jeweiligen Nutzergruppen in Einklang zu bringen. Im Rahmen seiner Expertenreihe „Parken in Städten und Gemeinden" zeigt der Automobilclub am 28. Mai im Hotel Meliá in Berlin Interessenten aus der Parkhausbranche und den kommunalen Fachbehörden, wie die vorhandenen Stellflächen durch professionelles Parkraummanagement effektiv genutzt werden können.
 
Unter anderem geht es darum, mehr Fahrzeuge als bisher in die Parkhäuser und Tiefgaragen zu leiten. Da diese jedoch mehrheitlich aus den 1960er und 70er Jahren stammen, müssen sie nutzerfreundlicher gestaltet werden. Insbesondere die Breite der Stellplätze muss angesichts der größeren Fahrzeuge von 2,30 Meter auf mindestens 2,50 Meter erhöht werden.
 
Die Städte sind aufgefordert, ein effizientes Parkraummanagement zu installieren. Dazu gehören nach Meinung des ADAC die Parkraumbewirtschaftung sowie die Bereitstellung von P+R-Anlagen und modernen Parkhäusern für Besucher der Stadtzentren. Einnahmen aus Parkgebühren müssen in die Verkehrsinfrastruktur reinvestiert und die Zeitintervalle an Parkscheinautomaten verkürzt werden. Die Höhe der Parkgebühren sollte sich dabei am vorherrschenden Parkdruck ausrichten.
 
Grundsätzlich spricht sich der ADAC gegen Sonderparkrechte für Carsharing- oder Elektrofahrzeuge aus, da der öffentliche Straßenraum dem gesamten Verkehr zur Verfügung stehen muss. Eine weitere – oftmals politisch motivierte – Verknappung des Parkraums in den Innenstädten muss verhindert werden.


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