Pläne in Österreich: Blockabfertigung am Grenzübergang Walserberg

Autos stehen auf der Autobahn A8 kurz vor Walserberg im Stau
Im Falle einer Blockabfertigung drohen am Grenzübergang Walserberg lange Staus© imago images/Rolf Poss

Das österreichische Bundesland Salzburg plant in der Hauptreisezeit Blockabfertigungen für Pkw am Grenzübergang Walserberg (A8) bei Salzburg. Die Folge wären lange Staus. Eine definitive Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

  • Pläne: Pkw-Blockabfertigung am Grenzübergang Walserberg (A8)

  • Im Reiseverkehr drohen lange Staus

  • Umsetzung noch nicht fix

Urlaubern auf dem Weg nach Kärnten, Slowenien oder Kroatien droht an den Ferienwochenenden im Sommer ein Mega-Stau. Die Behörden des österreichischen Bundeslandes Salzburg erwägen, am Grenzübergang Walserberg (A8) Pkw nur noch blockweise nach Österreich einreisen zu lassen.

Der Anlass: Staus auf der Tauernautobahn

Grund für die Überlegungen ist die Staugefahr auf der Tauernautobahn A10 (Salzburg – Villach). Am Pfingstwochenende hatte sich zwischen Salzburg und der Anschlussstelle Flachau durch das hohe Verkehrsaufkommen und mehrere Baustellen eine fast 50 Kilometer lange Fahrzeugschlange gebildet. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer versuchten, von der Autobahn auf Ausweichrouten abzufahren und verstopften zusätzlich die Straßen in den nahe gelegenen Ortschaften.

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Das Ziel: Verkehrsdosierung am Walserberg bei Salzburg

Eine mögliche Blockabfertigung verfolgt das Ziel, diese Staus zu verhindern, indem nur so viele Fahrzeuge nach Österreich eingelassen werden, dass es auf der Tauernautobahn zu keiner Überlastung kommt. Die Hauptreiseroute führt dabei über die A8 (München – Salzburg) und den Grenzübergang Walserberg. Die Dosierung könnte dort über eine Ampelanlage gesteuert werden.

Die Folgen: Mega-Staus auf der A8

Würden diese Pläne umgesetzt, gäbe es zwar kaum noch Verkehrsbehinderungen auf der Tauernautobahn, dafür würden die Staus aber sozusagen nach Deutschland verlagert. Konkret bestünde die Gefahr, dass die Fahrzeugschlangen von der Grenze kilometerlang nach Deutschland zurückreichen und zum Verkehrsinfarkt auf der A8 führen.

Der aktuelle Stand

Eine definitive Entscheidung über eine Blockabfertigung ist noch nicht gefallen. Derzeit prüft die Salzburger Landeregierung technische und rechtliche Fragen.

In Bayern stoßen die Pläne auf entschiedene Ablehnung. Die Landesregierung will in Gesprächen mit den österreichischen Behörden alternative Lösungen ausloten. Für den Fall, dass es zu keiner Einigung kommt, droht sie aber auch mit der Einleitung eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens.