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Die ADAC Unfallforschung

Eine Erfolgsgeschichte: Seit über fünf Jahren arbeitet die ADAC Unfallforschung unter dem Motto "forschen, fordern, Leben retten".
Im Jahr 2007 hat der Club seine Unfallforschung – eine Kooperation der ADAC Luftrettung mit dem ADAC Technik Zentrum – aufgebaut. Ziel ist es, die Zahl der Schwerverletzten und Unfalltoten durch angewandte Forschung zu reduzieren. Die Unfallforscher haben unter anderem die ADAC Rettungskarte entwickelt, Crashtestmethoden verbessert, gezeigt wie wichtig ein Notbremsassistent für Lkw ist und geholfen, ABS für Motorräder zu etablieren. Auf Basis von mehr als 40 000 Einsätzen der ADAC Luftrettung pro Jahr werden die Ursachen schwerer Pkw-Unfälle ermittelt und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unter anderem auch in die Neu- und Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen sowie in Forderungen an Automobilhersteller und Politik ein. Gerade Assistenzsysteme werden künftig einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt bilden.
  • Die ADAC Rettungskarte
    Eine wichtige Errungenschaft der letzten Jahre ist neben der deutlich gestiegenen Insassensicherheit die ADAC Rettungskarte. Gemäß Unfallforschung kommt es bei jeder fünften Rettung zu Problemen mit eingeklemmten Personen. Auf der Rettungskarte, die hinter der Fahrersonnenblende hinterlegt wird, finden Einsatzkräfte alle Informationen, um nach einem schweren Autounfall das Fahrzeugwrack an der richtigen Stelle aufzuschneiden und die Insassen schnellstmöglich zu retten. Inzwischen bieten alle Autohersteller für ihre Modelle die Karte an. 2011 wurde die vom ADAC entwickelte Rettungskarte von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.


  • Assistenzsysteme in Fahrzeugen
    Auch die Forderung nach einem Notbremsassistenten für Lkw ist eine Folge der Tests der Spezialisten vom ADAC: Knallt ein Lkw mit 70 km/h auf ein Stauende, haben die Pkw-Insassen vor ihm so gut wie keine Chance. In Sekundenbruchteilen werden vor dem Lkw stehende Autos zermalmt. Mit einem automatischen Notbremsassistenzsystem im Lkw würde die Überlebensrate der Menschen in den Autos deutlich steigen. 
    Weiterer Schwerpunkt von Untersuchungen in den vergangenen Jahren war das Zusammenwirken von Pkw verschiedener Masse und Größe, die bei einem Unfall aufeinandertreffen (Kompatibilität). Die Unfallforscher haben dazu ein neues Crashtestverfahren entwickelt. Es lässt bei derartigen Versuchen bessere Messungen zu. Die Experten fanden auch heraus, dass Antiblockiersysteme bei Motorrädern jährlich 160 Leben in Deutschland retten können.

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