Beim Wintersport drohen nicht nur Hals- und Beinbruch: Rund 85 Prozent aller tragischen Schädel-Hirn-Verletzungen können mit einem Helm vermieden werden. Gute Helme müssen mindestens eine stabile Schale, eine den Schlag dämpfende Innenausstattung und einen guten Tragekomfort bieten. Die ADAC-Produkttester haben 16 Wintersport-Helme auf der Piste und im Labor untersucht. Erfreuliches Ergebnis: Für 13 Helme von 49 bis 169 Euro gibt es das ADAC-Urteil gut.
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Der Preis ist kein Qualitätsindikator Was erwartet ein Helmkäufer? Natürlich zuerst Sicherheit – aber auch Komfort und die Qualität sind wichtig. Helme mit Mängeln im Kapitel Sicherheit können kein gutes ADAC Urteil erhalten. Wegen schlechter Stoßdämpfung – für gute Sicherheit unabdingbar – hat daher das komfortabelste, aber auch mit 189 Euro Preisempfehlung teuerste Modell Seam von Giro nur das Urteil befriedigend erhalten. Mit diesem Urteil mussten sich auch der Empire von Sinner und der Spyner Flex von Cébé zufrieden geben – allerdings wegen Defiziten in den Kapiteln Komfort bzw. technische Merkmale. Ingesamt konnten die ADAC Techniker dennoch ein erfreuliches Ergebnis verkünden: Zwar erreichte keiner der 16 Kopfschützer das Urteil sehr gut, aber immerhin reichte es bei allen anderen 13 Helmen für das Urteil gut.
Für den ersten Platz nominierte sich der Sensor von Head – der freilich auch mit einer Preisempfehlung von 149 Euro schon zu den teueren Modellen zählt. Bemerkenswert günstige 99 Euro kostet der drittplazierte Reflex von Cratoni – mit ausgewogenen Einzelqualitäten. Ein echter Tipp ist der Cultus RS von GPR: Für nur 49 Euro überzeugte er die Tester – bis auf die Belüftungsvariabilität während der Fahrt – rundherum. Allerdings gibt es dieses Modell vorerst nur in einigen Filialen der B.O.C. Gruppe und in Bikemaxx Märken.
Forderungen an die Hersteller
Helme unbedingt mit eigener Skibrille anprobieren
Der Helm darf nicht zu locker sitzen
Der Helm darf nicht zu schwer sein
Geeignet sind grundsätzlich nur Helme mit der Kennzeichnung CE EN 1077
Keine Helme mit spröden Sonnenblenden oder scharfen Kanten kaufen
Nach jedem schweren Sturz den Helm austauschen
Helme nicht länger als fünf Jahre benutzen
Die Helme wurden nach allen Laborversuchen und Trockenübungen, noch einmal auf der Piste getestet um auch letzte Details in der Praxis aufzudecken und den Zustand der Produkte nach einem Dauereinsatz festzustellen. Ist eine Teilnote aus der Kategorie Sicherheit nur ausreichend oder schlechter, kann die Endnote maxi-mal eine Note besser sein. Ein gravierender Mangel in der Sicherheit (Note 5) schlägt direkt mit Note 5 auf das Endergebnis durch.
Technische Merkmale:
Statische Prüfungen (etwa Maße und Gewichte)
Kennzeichnung der Helme
Gebrauchsanleitung und Sicherheitshinweise
Sicherheitsprüfungen:
Prüfung der Stoßdämpfung
Abstreifprüfung
Kinnbandprüfung auf Festigkeit
Komfort:
Passform
Gebrauchseigenschaften
Verarbeitung
Bedienbarkeit von Verschluss und Einstellelementen
Belüftung und Klimaverhalten
Im ADAC Kurzcheck 2010
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Kindersitzberater
Tipps für Unterwegs
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