Das wichtigste Kriterium für einen Helm ist fraglos die Sicherheit. Bevor sie ihr amtliches Prüfzeichen zugeteilt bekommen, müssen sie Zulassungsprüfungen, wozu auch ein standardisierter Abstreiftest gehört, bestehen. Auch ein stabiler Helm kann nur schützen, wenn er im kritischen Moment auch auf dem Kopf bleibt. Beim Abstreiftest fiel der Test-Verlierer joey Monsun von Hudora vom Prüfkopf, was das ADAC-Urteil „mangelhaft“ zur Folge hatte. Der Abus Chaox, der KED Status Jr. und der Walser Sprinter XC dämpften die Schläge der gegenüber der Norm etwas verschärften Schlagprüfung nur unzureichend. Deshalb wurden diese drei Helme im Kriterium Stoßdämpfung mit ausreichend benotet.
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Auswahl der Fahrradhelme
Berücksichtigt wurden Modelle aus dem Fahrradfachhandel, Waren- und Versandhäusern sowie Verbrauchermärkten. Getestet wurden die bereits in der ersten Märzhälfte 2010 verfügbaren und mit DIN EN 1078 gekennzeichneten Fahrradhelme der folgende Sommersaison. Sofern die Hersteller mehrere Modelle beziehungsweise Varianten anbieten, werden neue oder bislang ungetestete Modelle bevorzugt.
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Testdurchführung
Die Testkriterien zum Unfallschutz werden an der DIN EN 1078 (Auswahl) angelehnt. Für die anderen Testkriterien werden objektive Beurteilungen durch erfahrene Warentester getroffen. Je Modell wurden insgesamt acht Schlagprüfungen durchgeführt. Wie in DIN EN 1078 vorgeschrieben, wurden je Exemplar zwei Schläge aufgebracht: Je einer im Stirn- und im Hinterkopfbereich. Bei den Flatprüfungen ist die Geschwindigkeit identisch mit der DIN EN 1078, bei den Kerbstoneprüfungen hingegen wurde die Geschwindigkeit höher gewählt. Anstatt 4,57 m/s laut DIN wurde mit 5,42 m/s wie bei der Flatprüfung geschlagen. Zu jedem Schlagversuch wurde die maximale resultierende Beschleunigung im Prüfkopf ermittelt. Bewertet wird der Maximalwert der Beschleunigung aus allen acht Prüfungen. Dabei wurde nach DIN EN 1078 zugelassener Höchstwert von 250 g die Note 4,6 zugeordnet. Die Bestnote von 0,6 wird bei einer maximalen Beschleunigung von kleiner / gleich 120 g erreicht. Der Abstreiftest wurde nach DIN EN 1078 durchgeführt. Bewertet wird das Bestehen mit der Note 1,0. Nichtbestehen wird mit Note 5 bewertet. Die Festigkeitsprüfung des Kinnbandes wurde nach DIN EN 1078 durchgeführt. Bewertet wurde das Bestehen mit der Note 1,0. Versagen wurde mit Note 5 bewertet. Kam es zu Beschädigungen durch die Prüfung, so wurde entsprechend der Schäden bewertet. Der Abstreiftest wurde nach DIN EN 1078 durchgeführt. Bewertet wird das Bestehen mit der Note 1,0. Nichtbestehen wird mit Note 5 bewertet. Die Erkennbarkeit bei Tag und Nacht wurde von zwei Testern subjektiv beurteilt. Für die Nachtsichtbarkeit wurde die Reflektion von Streulicht beurteilt. Beurteilt wurden die Sichtbarkeit von hinten sowie von der Seite, die Größe der Reflektoren und deren Haltbarkeit am Helm. Beurteilung von Handhabung und Komfort: Die Eltern haben bei ihren Kindern die Anpassbarkeit des Helms auf den Kopf und die Trageeigenschaften untersucht. Erfahrene Fachleute haben jeweils die subjektiven Beurteilungen auf Stichhaltigkeit geprüft. Ergänzt wurden die Beurteilungen mit den Wertungen von Helmgewicht und Gebrauchsanleitung. Die elf Testhelme wurden jeweils in mehreren Durchgängen geprüft. Jeder Proband hatte den jeweils zu testenden Helm mehrere Minuten auf dem Kopf. Für den Wertungspunkt Anpassbarkeit wurden die Einstellung der Kopfgröße sowie die Verstellung der Riemen auf den jeweiligen Probanden bewertet. Der Wertungspunkt Trageeigenschaften beinhaltet die Beurteilung der Passform, der Rutschfestigkeit, der Benutzung für Brillenträger sowie Auf- und Absetzen des Helms. Die Belüftung wurde anhand der vorderen und hinteren Lüftungsöffnungen und der Kanäle im Inneren der Helmschale bewertet. Der Insektenschutz wurde anhand des gegebenenfalls vorhandenen Gitters sowie dessen Ausgestaltung beurteilt. Das Helmgewicht wurde für vier Muster je Modell gemittelt. Neben dem Absolutgewicht (Note 0,6 bei 160 g, Note 4,6 bei 320 g) wurde bewertet, ob die Gewichtsangabe im Helm mit dessen tatsächlichem Gewicht übereinstimmt. Unterschreitet die Angabe des Herstellers das tatsächliche Gewicht, wurde entsprechend abgewertet. Die Bewertung der Betriebshinweise in Helm und extra Anleitung erstreckt sich auf verschiedene Kriterien. Es wurde unter anderem nach Ausführlichkeit sowie Verständlichkeit bewertet.