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- ADAC Crash-Test -

Mit dem LKW ins Stau-Ende

Sie zählen zu den schwersten Unfallarten: Lkws, die ungebremst ins Stau-Ende fahren. Abhilfe könnten "Notbremsassistenten" bringen, die für alle neuen Lkws zwar zur Vorschrift werden, die aber die technischen Möglichkeiten gar nicht ausschöpfen. Zu welchen fatalen Folgen ein Auffahrunfall aus 70 km/h führt, zeigt der ADAC Test.
  • Die EU reagiert

    Diese Unfallart soll  nun mit Nachdruck durch eine EU-Verordnung entschärft werden. Die Technik in Form eines "Notbremsassistenten" steht dafür bereits zur Verfügung - die Frage ist nur, welche Anforderungen der elektronische Helfer erfüllen muss. Der EU-Vorschlag einer autonomen Geschwindigkeitsreduktion um 10 km/h vor Auftreffen auf ein stehendes Hindernis geht dem ADAC nicht weit genug. Die bestehenden technischen Möglichkeiten werden damit noch nicht einmal ausgeschöpft.


  • Der ADAC Crash

    Um das Manko der kommenden Verordnung deutlich zu machen, hat der ADAC einen klassischen Lkw-Auffahrunfall in der Crashanlage simuliert. Ein Fünftonner, unter Lkw-Gesichtspunkten eindeutig ein Leichtgewicht, trifft mit einer auf 70 km/h reduzierten Geschwindigkeit auf ein Stau-Ende, das mit zwei Pkw’s einem weiteren Lkw praxisgerecht dargestellt ist.

    Unsere Filmsequenzen zeigen es deutlich: Der Lkw schiebt den ersten Pkw auf den davor stehenden zweiten. In Sekundenbruchteilen wird Pkw Nummer Eins bis zur Fahrzeugmitte verformt. Die vom Lkw eingebrachte Energie reicht locker aus, um ein weiter gehendes Szenario der schlimmsten Art zu erzeugen: Pkw Eins schiebt sich unter Pkw Zwei, der mit der Front unter den vor ihm stehenden weiteren Lkw abtaucht - und sich dann an dessen Heck senkrecht aufstellt! Pkw Eins hat sich mittlerweile zu einem Blechpaket verformt. Nicht nur Fachleute kommen hier zu der Erkenntnis, dass die Überlebenschancen für sämtliche Pkw-Insassen gegen Null gehen würden.


  • Optimierte Systeme stehen bereit

    Was nicht sein muss, wenn die ADAC Initiative für die bessere Assistenten-Technik zum Zuge kommt. Anhand von Fahrversuchen wurde bereits nachgewiesen, dass optimierte Systeme deutlich mehr leisten können, als vom Gesetzgeber gefordert. Technisch ist es möglich, eine Geschwindigkeitsreduzierung um rund 40 km/h (auf stehende Objekte) zu erzielen und einen Unfall mit Vorausfahrenden komplett zu verhindern.


  • Grundsätzlich gilt:
    • Konzentriert fahren, keine Ablenkung erlauben
    • Ausreichend Abstand halten
    • Geschwindigkeit den Wetterbedingungen und dem Verkehrsaufkommen anpassen

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